Stand: 14.04.2019 10:52 Uhr

St. Paulis Coach Luhukay: "Alles ist noch möglich"

Trainer Jos Luhukay hat am Donnerstag sein Amt beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli angetreten und optimistische Ziele formuliert. "Alles ist noch möglich. Träumen ist erlaubt", sagte der Niederländer bei seiner Vorstellung mit Blick auf die Tabellensituation. Sechs Partien vor dem Saisonende sind die Hamburger Sechster und haben vier Zähler Rückstand auf Relegationsrang drei, den Union Berlin belegt. Erfahrung im Aufstiegskampf hat der 55-Jährige: Mit Hertha BSC, Borussia Mönchengladbach und dem FC Augsburg schaffte er den Sprung in die Bundesliga. Sein Vertrag am Millerntor läuft bis zum 30. Juni 2021.

Präsident Göttlich: "Lethargische Stimmung im Verein"

Luhukay war am Mittwoch als Nachfolger von Markus Kauczinski zum Trainer des FC St. Pauli berufen worden. Präsident Oke Göttlich betonte am Donnerstag, dass der Club einen Ruck gebraucht hätte. "Es herrscht eine lethargische Stimmung im und um den Verein, so als stünden wir im Abstiegskampf. Wir haben nur versucht, Spiele nicht zu verlieren und nicht, sie zu gewinnen."

Luhukay: "Müssen ein Kollektiv auf dem Platz sein"

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Was wird Luhukay mit Blick auf das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld heute (13.30 Uhr/im NDR Livecenter) ändern? Zunächst will der Coach seinem Team Selbstvertrauen und Zusammenhalt vermitteln: "Die Spiel-Philosophie ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir ein Kollektiv auf dem Platz sind", sagte der 55-Jährige, der am Donnerstagmorgen zum ersten Mal eine Übungseinheit beim Zweitligisten geleitet hatte - mit den bisherigen Co-Trainern Markus Gellhaus und André Trulsen, die ihre Jobs behalten durften.

Stöver-Nachfolger in den kommenden Wochen

Sportchef Uwe Stöver hatte hingegen seinen Posten räumen müssen: Weil er Kauczinski nicht beurlauben wollte, wie Göttlich bestätigte. Einen Nachfolger wird es "in den kommenden Wochen geben", so Göttlich: "Wir sind in Gesprächen und auf gutem Weg, bald eine Entscheidung zu treffen", so der Vereinspräsident. Stövers Aufgaben übernimmt bis auf Weiteres Geschäftsführer Andreas Rettig, der allerdings nicht an der Suche nach einem Nachfolger beteiligt sein wird. Rettig selbst wird den Verein auf eigenen Wunsch "aus privaten Gründen" im September verlassen.

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Hamburg Journal | 11.04.2019 | 19:30 Uhr