Stand: 11.10.2019 20:24 Uhr

St.-Pauli-Profi Sahin sorgt mit Post für Wirbel

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Erntet viel Kritik: Cenk Sahin.

Angreifer Cenk Sahin hat sich mit einem Post auf seinem Instagram-Account möglicherweise beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli ins Abseits gestellt. "Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!", schrieb der Türke und demonstrierte damit seine Unterstützung für die umstrittene Militäroffensive seines Heimatlandes in Syrien.

Der FC St. Pauli distanzierte sich am Freitag "klar von dem Post und dem Inhalt, weil er mit den Werten des Vereins nicht vereinbar ist. Der Verein hat bereits mit dem Spieler gesprochen und arbeitet intern die Thematik auf", hieß es in einer Stellungnahme des Kiezclubs.

Ultras fordern sofortige Trennung

Sahin selbst hat inzwischen seinen Instagram-Account in den privaten Modus umgestellt, sodass nur noch seine rund 14.000 Follower seine Inhalte sehen können.

Viele St.-Pauli-Anhänger hatten sich empört gezeigt, die Ultras forderten den sofortigen Rauswurf des 25-Jährigen. "Es ist nicht der erste sprachliche und mediale Ausrutscher von Sahin in dieser Thematik, bereits in der Vergangenheit äußerte er sich pronationalistisch, regimetreu und verächtlich über das Sterben der kurdischen Bevölkerung", schreiben Fans und fordern: "Für uns Ultras steht deshalb fest, dass Cenk Sahin nicht mehr im Trikot des FC Sankt Pauli aufläuft."

Bis auf wenige Minuten im DFB-Pokal ist Sahin in dieser Saison bei St. Pauli noch nicht zum Einsatz gekommen. Auch beim 1:0-Testspiel-Sieg der Braun-Weißen am Freitagabend gegen Werder Bremen stand der Türke nicht im Kader. Trainer Jos Luhukay sagte nach der Partie, Sahin sei für drei Tage freigestellt und werde am Dienstag zum Training erwartet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Sportplatz | 11.10.2019 | 16:30 Uhr