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Kultclub aus dem Emsland

Meppen im Emsland: 35.000 Einwohner, 18 Kilometer von der deutsch-niederländischen Grenze entfernt und vor allem bekannt durch seinen Fußball-Club SV Meppen. In den 1980er und 1990er Jahren machte sich der SVM als sympathischer und etwas skurriler Verein einen Namen. Nun ist er als Drittligist zurück im Profi-Fußball.

Ein Rückblick auf die vergangenen 35 Jahre Fußball in Meppen in einer Multimedia-Doku.

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"SV Meppen macht Laune"

Plattes Land, eine Blaskapelle im Stadion, viele Spieler aus der Region: Meppen ist schon vor der totalen Kommerzialisierung des Fußballs ein etwas anderer Verein.

Maradona in Meppen!

Am 3. August 1982 sorgt der SV Meppen, damals Oberligist, für einen wahren Paukenschlag. Der umtriebige Manager Gerd van Zoest verpflichtet den FC Barcelona für ein Freundschaftsspiel. Zum ersten Mal läuft Diego Maradona (Zweiter von rechts in der unteren Reihe) für Barca auf, und das im Emslandstadion von Meppen.

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Rekordkulisse im Emsland

Sagenhafte 19 Millionen D-Mark hat Barcelona an Boca Juniors für Maradona überwiesen. Sein Meppener Gegenspieler ist Hermann Eiting, Polizist. Er freut sich auf den prominenten Gegner, ebenso die Zuschauer im Emsland. Offiziell kommen 18.000 Fans - Vereinsrekord. Der SVM schlägt sich wacker und verliert nur mit 0:5.

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Zweitliga-Aufstieg 1987

1987 steigt der SV Meppen unter Trainer Rainer Persike in die Zweite Bundesliga auf. In der Aufstiegsrunde spielt der SVM gegen Hertha BSC, Arminia Hannover, die SpVgg Erkenschwick und BVL 08 Remscheid. Die Niedersachsen setzen sich zusammen mit Remscheid gegen die Konkurrenz durch.

Marko Myyry: Kleiner Mann ganz groß

Meppen gelingt nach dem Zweitliga-Aufstieg ein echter Transfercoup: Aus Finnland kommt der nur 1,63 m große Spielmacher Marko Myyry, der nicht nur wegen seiner Statur und des einmaligen Namens heraussticht. Er wird zu einem der wichtigsten Akteure bei den Emsländern.

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Der Außenseiter überrascht die Konkurrenz

Viele Experten rechnen mit dem sofortigen Wiederabstieg des SVM. Doch das Team ist vor allem zu Hause überraschend stark und etabliert sich in der Zweiten Liga.

"Ich spiele doch nicht in Meppen"

Trotzdem gilt der Club aus dem Emsland für viele als Innbegriff der Fußball-Provinz. Nach dem Bundesliga-Abstieg 1988 mit Schalke 04 sagt Ex-Nationalkeeper Toni Schumacher vor seinem Wechsel in die Türkei zu Fenerbahce Istanbul, er habe keine Lust auf die Zweite Liga: "Ich spiele doch nicht in Meppen." Der Meppener Spediteur Johann Többe kontert auf seine Weise: Er schickt diesen gelben Lkw nach Köln, der direkt vor Schumachers Haus parkt.

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"Eine sympathische und nette Aktion"

Anlässlich des DFB-Pokalspiels zwischen Meppen und dem 1. FC Köln im August 2015 treffen sich Schumacher und Többe das erste Mal persönlich. Und der ehemalige Nationalspieler beweist Sinn für Humor.

Es geht weiter aufwärts im Emsland

Meppens Vereinsvorsitzender Wolfgang Gersmann 1995 im Emslandstadion. Der SVM kämpft inzwischen nicht mehr gegen den Abstieg, sondern blickt sogar Richtung Bundesliga. Trainer ist seit 1991 Horst Ehrmantraut, dessen Arbeit die Konkurrenz sehr genau beobachtet. Im Frühjahr '95 macht TeBe Berlin dem Coach ein Angebot, das dieser zunächst annimmt, seine Entscheidung anschließend aber revidiert.

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"Der Zuspruch war riesengroß"

Im Gespräch mit Moderator Gerhard Delling erklärt Ehrmantraut seine Entscheidung, doch in Meppen zu bleiben.

Knapp am Bundesliga-Aufstieg vorbei

Der große Außenseiter SV Meppen klopft in der Saison 1994/1995 an die Tür zur Bundesliga. Vier Spieltage vor Saisonende stehen die Emsländer um Kapitän Thomas Böttche auf einem Aufstiegsplatz. Doch die anschließenden Niederlagen gegen den direkten Konkurrenten Fortuna Düsseldorf sowie den Chemnitzer FC beenden den Traum von der Sensation. Am Ende belegt der SVM Rang sechs.

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Pokal-Triumph gegen Frankfurt 1996

Als eines der besten Spiele in der Meppener Vereinsgeschichte gilt der 6:1-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt in der zweiten Runde des DFB-Pokals am 31. August 1996. Die Hessen reisen als klarer Favorit ins Emsland, werden von den Gastgebern aber nach allen Regeln der Fußball-Kunst vorgeführt.

Zweitliga-Abstieg 1998

Nach elf Zweitliga-Jahren steigt der SV Meppen 1998 in die Regionalliga ab. Bereits zwei Jahre zuvor hat Erfolgscoach Ehrmantraut den Club verlassen. Dessen Nachfolger Paul Linz und Wolfgang Rolff können die Mannschaft nicht in Liga zwei halten.

Dunkle Wolken über dem Emslandstadion

Mit aller Macht will der SVM den direkten Wiederaufstieg aus der Regionalliga Nord erzwingen - und scheitert als Elfter deutlich. 2000 folgt sogar der Absturz in die Oberliga, ein Jahr später müssen die Meppener Insolvenz beantragen. Eins der wenigen Highlights in dieser Phase: Die Pokal-Begegnung gegen Bayern München (1:4) im Oktober 1999, die 16.500 Zuschauer im ausverkauften Stadion sehen.

Elf Jahre Oberliga

Finanziell berappelt sich der SV Meppen wieder, sportlich bleibt er jedoch in der Oberliga hängen. Im Jahr 2008 bedeutet das: Der ehemalige Zweitliga-Club ist nach Einführung der eingleisigen Dritten Liga nur noch fünftklassig. Das ändert sich erst 2011 wieder, als der SVM als Meister der Oberliga Niedersachsen wieder in die Regionalliga aufsteigt.

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Mit Trainer Neidhart wieder erfolgreich

2013 übernimmt Christian Neidhart den Trainerposten in Meppen, vier Jahre später hat der Club als Meister der Regionalliga Nord die Chance zum Aufstieg in die Dritte Liga. Der Coach im Gespräch mit Gerhard Delling.

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Drittliga-Aufstieg 2017

Relegationsdramatik am 31. Mai 2017: Nach zwei torlosen Unentschieden entscheidet sich im Elfmeterschießen, ob Meppen oder Gegner Waldhof Mannheim in die Dritte Liga aufsteigt. Am Ende jubelt das Emsland.

Zurück im Profi-Fußball

19 Jahre nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga ist der SV Meppen zurück im Profi-Fußball. Und nicht nur die Fans im Emsland freuen sich auf das Comeback des Kultclubs.

Credits

SV Meppen: Kultclub aus dem Emsland

Eine Multimedia-Doku von NDR.de

Credits

Sebastian Ragoß
Matthias Stepien
Christin Woyczik

Vielen Dank an:
NDR Sportclub
Landesfunkhaus Niedersachsen

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