Stand: 15.09.2019 17:20 Uhr

Osnabrück verliert das "Duell der Lila-Weißen"

von Martin Schneider, NDR.de

Die Fußballer des VfL Osnabrück haben am Sonntag den zweiten Auswärtssieg der Zweitliga-Saison verpasst. Die Niedersachsen verloren das "Duell der Lila-Weißen" bei Erzgebirge Aue mit 0:1 (0:1). Nach einer harmlosen und passiven ersten Halbzeit der Gäste und dem logischen Rückstand, erarbeiteten sich die Niedersachsen im zweiten Durchgang ihre Tormöglichkeiten. Doch für einen Punkt war dies am Ende zu wenig. "Über 90 Minuten ist die Niederlage völlig verdient, aber sie war auch unnötig. Wir haben uns selbst vor Probleme gestellt. Wir haben dem Gegner zu viele Räume gegeben. Wir fahren mit einem etwas schlechten Gefühl nach Hause", sagte Trainer Daniel Thioune nach dem Spiel. In der Tabelle zogen die Sachsen mit dem Sieg am VfL vorbei, der auf Platz sieben steht.

Passive Niedersachsen in der Defensive

Beide Mannschaften starteten kampfbetont in die Partie. Im Mittelfeld gab es viele Tacklings, durchdachte Offensivaktionen konnten kaum zu Ende gespielt werden. Erste Torannäherungen waren folglich harmlose Fernschüsse beider Teams. Die erste nennenswerte Torchance der Partie hatte Aue: Dimirij Nazarov schob aus neun Metern den Ball um wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei (9.). Philipp Kühn im VfL-Gehäuse, der erneut den verletzten Nils Körber vertrat, hatte Glück und konnte da nur hinterherschauen.

6.Spieltag, 15.09.2019 13:30 Uhr

Erzgeb. Aue

1

VfL Osnabrück

0

Tore:

  • 1:0 Baumgart (40.)

Erzgeb. Aue: Männel - Kalig, Gonther, Mihojevic, Rizzuto - Riese, Fandrich - Baumgart, Nazarov (66. Krüger), Hochscheidt (77. Kusic) - Testroet (71. Zulechner)
VfL Osnabrück: P. Kühn - Agu (71. Granatowski), Heyer, Van Aken, Wolze (46. Ajdini) - Taffertshofer - Alvarez, Blacha, Br. Henning (79. Girth), Ouahim - Heider
Zuschauer: 9750

Weitere Daten zum Spiel

Die Erzgebirger nisteten sich beim Debüt von Trainer Dirk Schuster fortan in der Hälfte der Gäste ein, der Druck auf die Niedersachsen nahm zu. In der 18. Minute prüfte Aues Jan Hochscheidt zunächst mit einem Freistoß Kühn, zwei Minuten später vergaben die "Veilchen" die große Chance zur Führung: Nach einem Heber in den Sechzehner spielte Hochscheidt Kühn aus, sein Rückpass landete bei Nazarov, der flach abzog. Doch auf der Linie stand Osnabrücks frischgebackener U21-Nationalspieler Felix Agu, der mit dem Fuß klären konnte. Dem VfL gelang es kaum, durchzuatmen und für Entlastung zu sorgen. In der 40. Minute hielten die Niedersachsen dem Druck nicht mehr Stand: Tom Baumgart traf wuchtig per Direktabnahme von der Strafraumgrenze zum 1:0 für die Sachsen - der Treffer wurde anschließend zwei Minuten auf eine mögliche Abseitsstellung von Vorlagengeber Pascal Testroet untersucht, ehe er zählte. Mit dem Nackenschlag ging es für die Gäste in die Kabine.

Pfosten, Überzahl - und kein Fortune

Trainer Daniel Thioune reagierte auf die Passivität seines Teams und brachte Bashkim Ajdini für Kevin Wolze ins Spiel. Ajdinis Eingewöhnungszeit fiel kurz aus: Hochscheidt ließ den frisch Eingewechselten in der 49. Minuten auf der linken Außenbahn aussteigen, die anschließende Flanke köpfte Testroet mit einem Aufsetzer knapp über das VfL-Gehäuse. Das wäre die Vorentscheidung gewesen. Doch anstatt die Segel zu streichen, schüttelte sich der VfL und kam über Standards und Einzelaktionen zurück ins Spiel. Eine Ecke von David Blacha köpfte Joost van Aken freistehend rechts am Pfosten vorbei (54.), Anas Ouahims Flachschuss aus gut 20 Metern (56.) verfehlte sein Ziel auch nur knapp. Als Agus abgefälschter Schuss aus 16 Metern am Pfosten landete (65.), hatten die mitgreisten Gästefans den Torschrei schon auf den Lippen.

Die lebhaften Niedersachsen boten den Gastgebern auch mehr Räume für Konter, doch dem omnipräsenten Hochscheidt (73.) und dem eingewechselten Philipp Zulechner (75.) versagten vor dem Tor die Nerven. Gleiches galt in anderer Situation für Aues Calogero Rizzuto, der bereits verwarnt Ouahim umgrätschte und in der 76. Minute mit Gelb-Rot vom Platz flog. Die letzten Minuten in Überzahl konnte sich der VfL dennoch keine hochkarätigen Chancen mehr erspielen, sodass am Ende eine leistungsgerechte Niederlage aufgrund der schwachen erste Hälfte zu Buche stand.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 15.09.2019 | 19:30 Uhr

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