Stand: 27.10.2019 17:23 Uhr

Nullnummer gegen Augsburg: Wolfsburgs Serie hält

von Ines Bellinger, NDR.de
Wolfsburgs Marcel Tisserand (l.) wirft sich kopfvoran vor Ruben Vargas in den Ball.

Nach Gent und vor Leipzig war Augsburg - und auch diese Aufgabe hat der VfL Wolfsburg ohne Niederlage gelöst. Mit dem 0:0 gegen die bayerischen Schwaben baute die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner ihre Ungeschlagenserie am Sonntag auf 13 Pflichtspiele aus. Augsburg verhinderte zwar ein Debakel wie zum Abschluss der vergangenen Saison (1:8), aber als Vorletzter ist der FCA weiter komplett mit Abstiegskampf befasst. Die "Wölfe" mischen indes weiter an der Spitze der Bundesliga mit. Sie erzielten aber erstmals in dieser Saison kein Tor und verpassten den Sprung auf Platz eins. Ohne die Gelegenheit zum Durchschnaufen geht es weiter: Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) empfangen die Niedersachsen im DFB-Pokal RB Leipzig. Am Sonnabend (15.30 Uhr) müssen sie bei Borussia Dortmund antreten.

Pulver schnell verschossen?

Angesichts der Wolfsburger Ochsentour durch drei Wettbewerbe nutzte Glasner die Gelegenheit, einige Leistungsträger zu schonen. Für Maximilian Arnold, Joao Victor, Robin Knoche und Renato Steffen rückten Yannick Gerhardt, Felix Klaus, John Brooks und Jerome Roussillon in die Startelf.

Augsburg kam zwar als Vorletzter an den Mittellandkanal, aber mit der Empfehlung eines 2:2 gegen Bayern München am achten Spieltag. Und in der Anfangsphase der Partie wirkte es auch nicht so, als ob die beiden Teams Tabellenwelten trennen. Es ging sofort mit offenem Visier zur Sache. Klaus brachte den Ball nach starkem Pass von Josip Brekalo frei vorm Tor nicht an Augsburgs Torhüter Tomas Koubek vorbei (8.). Auf der Gegenseite reagierte VfL-Keeper Pavao Pervan ebenso geistesgegenwärtig mit einer Fußabwehr, als Ruben Vargas frei vor ihm auftauchte (9.). Wiederum nur eine Minute später schloss Klaus 17 Meter vor dem Tor zu überhastet ab. Der Ball ging rechts vorbei. Die nächste Großchance bot sich wieder Augsburg. Nach einem Fehlpass von Pervan gelangte Florian Niederlechner an der Strafraumgrenze in aussichtsreiche Schussposition, doch Pervan bügelte seinen Patzer selbst wieder aus (16.). Danach beruhigte sich das Spielgeschehen. Beide Mannschaften agierten nun weniger ungestüm - aber auch weniger spektakulär.

Verkrampftes Anrennen aufs FCA-Tor

9.Spieltag, 27.10.2019 15:30 Uhr

VfL Wolfsburg

0

FC Augsburg

0

Tore:
VfL Wolfsburg: Pervan - Tisserand, Bruma, Brooks - William, Guilavogui, Gerhardt (83. Arnold), Roussillon - Klaus (60. Victor), Brekalo (71. Nmecha) - Weghorst
FC Augsburg: Koubek - Lichtsteiner, Jedvaj, Uduokhai, Max - R. Khedira, Baier (83. Gouweleeuw) - M. Richter, Niederlechner, Vargas (71. Iago) - Finnbogason (77. Cordova)
Zuschauer: 22630

Weitere Daten zum Spiel

So zielstrebig Wolfsburg in der ersten Viertelstunde war, so umständlich wirkte auch nach der Pause das Bestreben der Gastgeber, ein Tor zu erzielen. Der Emsigste bei diesen Bemühungen war William, der einige Male aus der Distanz abzog, aber jeweils das Ziel verfehlte. Glasner erkannte die Notwendigkeit, einen Impuls von außen zu geben, und brachte Victor für den glücklosen Klaus (60.). Schon längst ging es nicht mehr um ein gepflegtes Spiel, sondern allein um das Ergebnis. Dabei verkrampften die "Wölfe" zusehends, zumal sie sich bereits aufs Kräftesparen verlegt hatten, während die Augsburger sich mit Leidenschaft in jeden Zweikampf warfen.

Tor von Victor wird aberkannt

Wenige Minuten vor dem Ende zog Glasner noch den Joker Arnold. Und der war kaum auf dem Platz, da zappelte der Ball im Augsburger Tornetz (84.). Doch Schiedsrichter Tobias Stieler verweigerte dem Treffer nach eingehendem Studium der Fernsehbilder die Anerkennung. Torschütze Victor hatte bei der Hereingabe von Arnold im Abseits gestanden, und Stieler bewertete das gemeinsame Eingreifen von Wout Weghorst und Tin Jedvaj nicht als neue Spielsituation. Dabei übersah Stieler allerdings ein Handspiel von Jedvaj. Bitter für die Wolfsburger, die zuvor aber einfach zu wenig für ein besseres Resultat getan hatten.

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Sportclub | 27.10.2019 | 22:50 Uhr