Stand: 09.02.2019 18:12 Uhr

Müller-Doppelpack: Hannover 96 gewinnt Kellerduell

von Sebastian Ragoß, NDR.de
Lange nicht mehr gesehen: Hannovers Spieler bejubeln einen Sieg.

Hannover 96 schöpft wieder Hoffnung im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Thomas Doll schlug am Sonnabend den 1. FC Nürnberg verdient mit 2:0 (1:0), feierte den ersten Sieg seit dem 9. November (2:1 gegen den VfL Wolfsburg) und schob sich am "Club" vorbei auf den vorletzten Tabellenplatz. "Das war ein ganz kleiner Schritt in die richtige Richtung. Mehr nicht", sagte Doll. Mann des Tages war Nicolai Müller, der beide Treffer erzielte. Dabei spielten die "Roten" fast 80 Minuten in Überzahl, weil Nürnbergs Simon Rhein bereits in der elften Minute nach einem sehr harten Foul an Julian Korb zu Recht die Rote Karte gesehen hatte.

30 Minuten passiert offensiv fast nichts

21.Spieltag, 09.02.2019 15:30 Uhr

Hannover 96

2

1.FC Nürnberg

0

Tore:

  • 1:0 N. Müller (45. +5)
  • 2:0 N. Müller (77.)

Hannover 96: M. Esser - J. Korb, Anton, Akpoguma (44. Wimmer), Ostrzolek - Walace - Bakalorz, Haraguchi - N. Müller (78. Fossum) - Weydandt (63. Wood), Jonathas
1.FC Nürnberg: Mathenia - Valentini (88. Ishak), Ewerton, Mühl, Leibold - Behrens, Rhein - Pereira, Palacios Martínez (60. A. Fuchs) - Knöll (76. Kubo), Zrelak
Zuschauer: 33700

Weitere Daten zum Spiel

Profitieren von der numerischen Überlegenheit konnte 96 zunächst allerdings nicht. Die Anfangsphase war furchtbar anzuschauen: Es gab keine Kombinationen, Missverständnisse auf beiden Seiten, Zweikampf auf Zweikampf und nur einen Abschluss durch Nürnbergs Törles Knöll, der die Bezeichnung Chance verdiente (19.). Doch nach einer halben Stunde wurde 96 torgefährlicher. Müller prüfte Christian Mathenia mit einem strammen Distanzschuss (30.). Der FCN-Keeper parierte aber ebenso stark wie gegen Genki Haraguchi wenige Sekunden später.

Nürnberg hatte im Gegenzug ebenfalls die Gelegenheit zur Führung, Adam Zrelak köpfte aber knapp vorbei (31.). Sekunden vor dem Seitenwechsel dann der erlösende Treffer für Hannover: Hendrik Weydandt legte den Ball mit dem Kopf quer, Müller rauschte heran und überwand seinen ehemaligen HSV-Teamkollegen Mathenia per Kopf.

Müller schiebt überlegt zum 2:0 ein

Nürnberg bäumte sich zu Beginn der zweiten Hälfte noch einmal auf und hatte durch Hanno Behrens auch einen starken Abschluss aus der Distanz (53.). Doch insgesamt wurde deutlich, dass die Qualität der Franken nicht reicht, um in der Bundesliga zu bestehen. Gegen einen schwächeren Gegner - und dazu noch in Überzahl - wird Hannover in dieser Saison nicht mehr spielen. 96 verpasste es allerdings, frühzeitig den endgültigen K.o. zu setzen. Haraguchi (55.) und Müller (66./71.) scheiterten an Mathenia. Doch dann war auch der stark spielende Schlussmann geschlagen: Müller schloss einen Konter der klar überlegenen Niedersachsen ab und sorgte für die Entscheidung (77.). "Wir waren in der zweiten Hälfte stabiler und haben es dann mit elf gegen zehn ganz gut gemacht", so Doll: "Aber wir müssen aggressiver gegen den Ball werden." Müller betonte: "Wichtig war heute nur, dass wir gewinnen. Das fühlt sich einfach gut an."

Ungetrübt war die Freude über den Erfolg jedoch nicht: Winterneuzugang Kevin Akpoguma kugelte sich die Schulter aus, die noch auf dem Platz wieder eingerenkt wurde. Wie schwer die Verletzung ist, soll eine Untersuchung am Montag ergeben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 09.02.2019 | 15:00 Uhr