Stand: 15.10.2017 15:23 Uhr

Holstein Kiel furios - 5:3 in Heidenheim

von Johannes Freytag, NDR.de
Marvin Ducksch katapultierte sich mit drei Treffern an die Spitze der Torjägerliste.

Holstein Kiel hat sich endgültig in der Spitze der Zweiten Liga festgesetzt. Der Aufsteiger feierte am Sonntag mit dem 5:3 (2:1) beim 1. FC Heidenheim schon den siebten Saisonsieg und festigte Rang zwei. Der Vorsprung auf Platz drei beträgt schon vier Punkte. Marvin Ducksch mit einem Dreierpack war der Erfolgsgarant der Kieler. Die Leihgabe des FC St. Pauli führt mit nunmehr acht Treffern die Torjägerliste der Zweiten Liga an. "Wir hätte das Spiel viel früher entscheiden müssen, das müssen wir uns ankreiden lassen. Aber zweimal einen Rückstand zu drehen, ist aller Ehren Wert und daher bin ich absolut stolz", erklärte Dominick Drexler nach der Partie. 

Erst Chancenwucher, dann eiskalt

10.Spieltag, 15.10.2017 13:30 Uhr

  • FC Heidenheim
  • 3:5


  • Holstein Kiel

Tore: 1:0 Schnatterer (9.) 1:1 Ducksch (40.) 1:2 Ducksch (43., Foulelfmeter) 2:2 Busch (48.) 3:2 Schnatterer (52.) 3:3 Drexler (53.) 3:4 Kinsombi (81.) 3:5 Ducksch (83.)
FC Heidenheim: Ke. Müller - Busch, Theuerkauf (35. Pusch), Kraus (83. Glatzel), Feick - Mat. Wittek, Griesbeck - Skarke, Schnatterer (67. Lankford), Halloran - Dovedan
Holstein Kiel: Kronholm - P. Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh - Peitz - Lewerenz (79. Weilandt), Mühling (67. Kinsombi), Drexler, Seydel (59. K. Schindler) - Ducksch
Zuschauer: 10300

Weitere Daten zum Spiel

Die Zuschauer in Heidenheim bekamen einen merkwürdigen Spielverlauf zu sehen. Von Beginn an dominierte Holstein Kiel die Partie, Ducksch (6.) und Drexler (22., 30.) scheiterten jedoch am glänzend agierenden Heidenheimer Torwart Kevin Müller. Statt eines durchaus verdienten 3:0 für Kiel stand es aber seit der neunten Minute 1:0 für Heidenheim: Marc Schnatterer hatte aus 30 Metern und zentraler Position einfach mal abgezogen und - unhaltbar für Kiels Keeper Kenneth Kronholm - in den Winkel getroffen. Es blieb die einzige gefährliche Aktion im Kieler Strafraum. Dennoch brauchten die Norddeutschten lange, ehe sie ihre spielerische Überlegenheit auch in Tore ummünzten: Alexander Mühling schickte Ducksch steil und diesmal behielt der Stürmer die Nerven und schob den Ball an Müller vorbei zum 1:1 ins Netz (40.). Nur drei Minuten später verwandelte Ducksch einen an ihm selbst verursachten Strafstoß (43.), "Sünder" Mathias Wittek kassierte für sein Foul zudem die Rote Karte.

Drei Tore in acht Minuten

Der zweite Durchgang begann vogelwild. Die dezimierten Heidenheimer kamen aus heiterem Himmel zu zwei Toren und führten plötzlich 3:2: Erst fälschte Dominik Schmidt einen an sich harmlosen Schuss von Marnon Busch mit der Hacke unglücklich ab (48.), dann zirkelte Schnatterer einen Freistoß aus 25 Metern ins Netz (52.). Aber Kiel antwortete prompt. Ducksch traf zunächst nur die Torlatte, den Abpraller schob Drexler zum 3:3 ein (53.). Und der Aufsteiger gab sich mit dem Remis nicht zufrieden, durfte er auch nicht angesichts der nicht nur zahlenmäßigen Überlegenheit. Die Kieler gingen jedoch weiter fahrlässig mit ihren Chancen um: Kingsley Schindler schoss knapp vorbei (67.), Drexler scheiterte erst an Heidenheims Müller (72.) und traf dann nur den Pfosten (80.). Dann aber ließen die Kräfte der Heidenheimer nach und die Gäste belohnten sich endlich für ihren Sturmlauf: David Kinsombi drückte einen Pfostenabpraller (nach Kopfball Drexler) zum 4:3 über die Linie (81.), anschließend besorgte Ducksch mit seinem dritten Treffer das 5:3 (83.). Tom Weilandt hatte sogar noch das 6:3 auf dem Fuß, doch Müller wehrte seinen Distanzschuss ab (87.).

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 15.10.2017 | 19:30 Uhr

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