Stand: 05.07.2018 12:14 Uhr

Holstein: Hohe Mehrkosten für Stadion-Ausbau

Der Ausbau des Stadions von Fußball-Zweitligist Holstein Kiel wird wohl wesentlich teurer als bis dato kalkuliert. Für den Neubau der Osttribüne, die ein Fassungsvermögen von 4.500 Zuschauer haben wird, könnten Mehrkosten in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro anfallen. Das geht aus einer Vorlage der Stadtverwaltung für die Kieler Ratsversammlung hervor. Bei dieser Summe handele es sich aber um das "Worst-Case-Szenario", erklärte Sportdezernent Gerwin Stöcken NDR 1 Welle Nord.

Verteilung der Mehrkosten unklar - KSV schweigt

Ursprünglich waren 10,4 Millionen Euro für das Projekt veranschlagt. Zwei Drittel davon trägt das Land, den Rest die Stadt und Holstein. Alles schien penibel durchgerechnet. Doch durch Auflagen, die im Rahmen der Baugenehmigung erfüllt werden müssen, entstehen nun Zusatzkosten. Dabei handelt es sich beispielsweise um Lärm- und Brandschutzmaßnahmen, die Errichtung von Fahrradständern und eine Zaunanlage. Möglicherweise muss auch der Boden unter der Tribüne ausgetauscht werden. Er ist kontaminiert, was aber erst nach dem Abriss der alten Osttribüne festgestellt wurde. Wer die zu erwartenden Mehrkosten tragen soll, ist bisher unklar. Von der KSV gab es noch keine Stellungnahme zu dem Thema.

Nach Fertigstellung Platz für 15.000 Fans

Der Ausbau der Arena ist notwendig, um die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) geforderte Kapazität von 15.000 Zuschauern zu erfüllen. Aktuell stehen in der Heimspielstätte der KSV 12.000 Plätze zur Verfügung. Der Neubau der Osttribühne ist der erste Schritt des Projekts Holstein-Stadion. Langfristig ist das Land bereit, weitere zehn Millionen Euro für den Ausbau bereitzustellen - wenn die Stadt und der Verein jeweils in gleicher Höhe investieren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Schleswig-Holstein bis 2 | 05.07.2018 | 12:00 Uhr

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