Stand: 22.09.2018 17:24 Uhr

Harmlose "Wölfe" kassieren erste Niederlage

von Christian Görtzen, NDR.de

Nichts ist es mit einem neuen Startrekord. Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat am Sonnabend die Chance auf einen positiven Eintrag in die Vereinschronik verpasst. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia musste sich vor 23.011 Zuschauern in der heimischen Arena dem bis dahin sieglosen SC Freiburg mit 1:3 (0:2) geschlagen geben. Zehn Punkte aus vier Saisonspielen hätten diesen Bestwert bedeutet. Durch die verdiente Niederlage gegen die Breisgauer, gegen die in der vergangenen Zittersaison noch zwei Siege gelungen waren, sind es nun "nur" sieben Zähler geworden. In der Tabelle ging es leicht nach unten. "Wir haben dreimal sehr gut gespielt, heute haben wir ordentlich gespielt. Aber natürlich haben wir zu viele Fehler gemacht - die haben die Freiburger ausgenutzt. Trotzdem war bei uns der Siegeswille da, wir haben nie aufgegeben", sagte VfL-Torhüter Koen Casteels dem NDR.

VfL mit schlimmen Fehlern in der Defensive

4.Spieltag, 22.09.2018 15:30 Uhr

VfL Wolfsburg

1

SC Freiburg

3

Tore:

  • 0:1 Sallai (7.)
  • 0:2 Petersen (21.)
  • 0:3 Frantz (50.)
  • 1:3 Mehmedi (61.)

VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Camacho - Arnold (84. Malli), Gerhardt (68. Brekalo) - Steffen (46. Ginczek), Mehmedi - Weghorst
SC Freiburg: Schwolow - Kübler, Gulde, Heintz, Günter - R. Koch, Höfler - Frantz (67. Lienhart), Sallai (41. L. Waldschmidt) - Terrazzino (75. Niederlechner), Petersen
Zuschauer: 23011

Weitere Daten zum Spiel

Labbadia hatte im Vergleich zum vergangenen Spiel gegen Hertha BSC (2:2) seine Anfangsformation nur auf einer Position verändert. Anstelle von Josip Brekalo, dem unter der Woche eine Magenverstimmung zu schaffen gemacht hatte, spielte der Ex-Freiburger Admir Mehmedi. Die Süddeutschen begannen bemerkenswert mutig - und das zahlte sich schnell aus. Nach Doppelpass mit Marco Terrazzino schlug Lukas Kübler den Ball von der rechten Außenbahn in die Strafraummitte, wo Roland Sallai zur Stelle war und zum 1:0 (7.) für die Gäste einköpfte. Wolfsburgs William hatte den Ungarn gewähren lassen. Die Niedersachsen taten danach im Spiel nach vorne zwar etwas mehr, kamen aber über zwei Halbchancen durch Mehmedi (20.) nicht hinaus. Und hinten leisteten sie sich den nächsten folgenschweren individuellen Fehler. Renato Steffen holte Sallai im Strafraum ungestüm von den Beinen - Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) zeigte zu Recht auf den Punkt.

Nils Petersen trat an und kam mit Glück zum Torerfolg. Seinen unplatzierten Schuss wehrte Casteels nach vorne ab, im zweiten Versuch traf der Nationalspieler aber per Kopf zum 2:0 (21.). Die Wolfsburger blieben weiterhin vieles schuldig - es war mehr der VfL der zurückliegenden Saison als jener der vergangenen Wochen. Mit dem 0:2 ging es in die Pause.

Mehmedi verkürzt, aber mehr kommt nicht

Bild vergrößern
Die Enttäuschung ist den Wolfsburgern deutlich anzusehen.

Mehr Schwung für die VfL-Offensive - dafür sollte Daniel Ginczek sorgen. Der Zugang vom VfB Stuttgart kam zur Halbzeit für Steffen in die Partie. Beinahe jedoch hätte er sich denkbar schlecht eingefügt. Mit einem Patzer lud der Angreifer die Gäste zu einem Konter ein, Mike Frantz' Flachschuss parierte Casteels jedoch glänzend (50.). Nur eine Minute später war es dann aber doch geschehen: Der eingewechselte Luca Waldschmidt spielte den Ball in den Lauf von Frantz, und der SC-Kapitän schob die Kugel an Casteels vorbei zum 3:0 (51.) ein. War es das schon? Nein! Mehmedi weckte mit seinem Treffer zum 1:3 (61.) Hoffnungen. Doch die Zeit verstrich, ohne dass die Gastgeber großen Druck aufbauten. Beinahe hätte auf der anderen Seite Florian Niederlechner per Konter für die Entscheidung gesorgt, doch der starke Casteels parierte ein weiteres Mal exzellent (80.). Bald darauf war für den VfL die 1:3-Niederlage aber besiegelt.

Weitere Informationen
NDR 1 Niedersachsen

Vom Fußballprofi zum Integrationsbeauftragten 

21.09.2018 20:00 Uhr
NDR 1 Niedersachsen

Nach Pablo Thiams Karriere-Ende als VfL Wolfsburg Spieler blieb er dem VfL treu - als sportlicher Leiter der U23 und Integrationsbeauftragter. Wir sprechen mit ihm über seine Arbeit. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 22.09.2018 | 15:00 Uhr

Mehr Sport

02:26
NDR Info

eSport beim VfL Wolfsburg

16.10.2018 09:25 Uhr
NDR Info
02:42
NDR 2