Stand: 24.04.2019 16:22 Uhr

HSV-Stadion und Darlehen: Einigung mit Kühne

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HSV-Investor Klaus-Michael Kühne.

Der HSV und Investor Klaus-Michael Kühne haben nach Angaben des Fußball-Zweitligisten am Mittwoch weitreichende finanzielle Vereinbarungen getroffen. Unter anderem erwarb Kühne für ein weiteres Jahr die Namensrechte am Stadion. Es wird wie in den vergangenen vier Jahren Volksparkstadion heißen. "Wir freuen uns, dass Herr Kühne dem HSV weiterhin so treu zur Seite stehen wird und unserem Verein sowie den Fans den beliebten Stadionnamen erhält", sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann.

Ablösung von Forderungen durch Einmalzahlung

Zudem verkündete der Verein, dass bestehende Darlehensvereinbarungen mit dem Unternehmer angepasst und mit einer Einmalzahlung final erledigt worden seien. Ob dies alle Forderungen Kühnes betrifft und wie hoch die gezahlte Summe ist, gab der HSV nicht bekannt. "Auch wenn dem HSV schon seit vielen Jahren der sportliche Erfolg versagt blieb, möchte ich unverändert Beiträge leisten, um die finanziellen Voraussetzungen für die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen. Mein Wunsch ist es, dass der HSV eines Tages wieder Anwärter auf einen Spitzenplatz in der Ligatabelle sein sollte", sagte Kühne.

Kühne-Kandidat Frömming soll Aufsichtsrat komplettieren

Der Milliardär setzte gleichzeitig offensichtlich durch, dass sein Wunschkandidat Markus Frömming in den Aufsichtsrat der HSV Fußball AG gewählt werden soll. Frömming ist geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Agentur Brands Alive und war von Kühne schon vor mehreren Monaten ins Gespräch gebracht worden. Der Beirat, der zu der Personalie sein Okay geben muss, hat dem Vorschlag, Frömming zu berufen, bereits zugestimmt.

Weiterer Anteilsverkauf bleibt ein Thema

Noch nicht vom Tisch ist mit der Einigung ein weiterer Verkauf von Anteilen an der HSV Fußball AG. Kühne würde gern seinen Anteil von 20,57 Prozent weiter aufstocken. Das hatte er zuletzt im Gespräch mit NDR 90,3 bekräftigt. Die Satzung würde es dem Vorstand erlauben, durch eine Kapitalerhöhung bis zu 33,3 Prozent der Aktien zu veräußern. Die Mitglieder wehren sich jedoch dagegen. Der HSV betonte, ein weiterer Verkauf von Anteilen bleibe "weiteren Untersuchungen und Gesprächen sowie der Zustimmung aller Beteiligten inklusive der Mitgliederversammlung des e.V. vorbehalten".

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Sport aktuell | 24.04.2019 | 17:25 Uhr

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