Stand: 30.06.2020 10:44 Uhr

HSV: Boldt will Hecking halten - will der auch?

Diesmal heißt der Plan beim Hamburger SV Beständigkeit. Nach dem krachenden Scheitern im Aufstiegskampf zur Fußball-Bundesliga will der Zweitligist nicht wieder alles auf links drehen. Sportvorstand Jonas Boldt kündigte in einem Hintergrundgespräch mit Hamburger Journalisten an, dass er Trainer Dieter Hecking gern an der Elbe halten wolle. Der Vertrag des 55-Jährigen läuft aus. Zwar hatte Hecking seine generelle Bereitschaft zum Bleiben auch im Falle des Nicht-Aufstiegs bereits vor dem Saisonfinale erklärt, jedoch knüpfte er dieses Signal an "gewisse Voraussetzungen auch in meinem Sinne. Das ist ja keine Einbahnstraße."

Sponsoren-Verträge enden

Das heißt: Hecking wird nur bleiben, wenn ihm die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Mannschaft zu verstärken.

Und genau das ist der Knackpunkt, denn auf finanzieller Seite wird es keine Kontinuität geben. Im dritten Zweitliga-Jahr muss der HSV seinen Etat (bislang etwa 30 Millionen Euro) deutlich herunterfahren.

Zudem enden zum 30. Juni die Verträge mit dem Trikotsponsor und Mäzen Klaus-Michael Kühne zum Sponsoring des Stadionnamens. Dem Vernehmen nach sollen diese Vereinbarungen dem HSV 5,5 Millionen Euro im Jahr eingebracht haben. Und wie ein Clubsprecher am Dienstag bestätigte, wurden die Verträge bisher nicht verlängert. Kühne soll sogar mit dem Gedanken spielen, seine Anteile an der HSV Fußball AG (20,6 Prozent) zu veräußern. Schlechte Voraussetzungen für einen nachhaltigen neuen Anlauf in Richtung Bundesliga-Aufstieg.

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Sport aktuell | 30.06.2020 | 09:25 Uhr

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