Stand: 07.11.2019 23:30 Uhr

Europa League: Wolfsburg patzt gegen KAA Gent

von Christian Görtzen, NDR.de

Dritter Wettbewerb, dritte Niederlage für den VfL Wolfsburg. Auch im Heimspiel der Gruppe I der Europa League gegen den belgischen Club KAA Gent stand das Team von Trainer Oliver Glasner nach dem Schlusspfiff mit leeren Händen da. Die "Wölfe" unterlagen vor 11.620 Zuschauern nach 1:0-Pausenführung noch mit 1:3. Zuvor hatte es eine 1:6-Heimpleite im Pokal gegen die Rasenballer aus Leipzig sowie das 0:3 in der Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund gegeben.

Aufgrund des 2:2 im Hinspiel hat Wolfsburg den direkten Vergleich mit Gent verloren. "Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, und so kann man natürlich hier nicht gewinnen", sagte VfL-Profi Maximilian Arnold im Interview mit dem NDR. In der Gruppe I nimmt der VfL nach dem vierten Spieltag mit fünf Punkten den zweiten Rang hinter den Belgiern (acht) ein. AS Saint-Etienne und Oleksandrija (Ukraine) folgen mit drei Zählern. Die ersten beiden jeder Gruppe ziehen in die K-o.-Runde ein.

Joao Victor schießt Wolfsburg in Führung

Die Niedersachsen begannen entschlossen und erarbeiteten sich schon in der Anfangsphase mehrere Chancen.

4.Spieltag, 07.11.2019 21:00 Uhr

VfL Wolfsburg

1

KAA Gent

3

Tore:

  • 1:0 Victor (20.)
  • 1:1 Jaremtschuk (50.)
  • 1:2 Depoitre (65.)
  • 1:3 Ngadeu Ngadjui (76.)

VfL Wolfsburg: Pervan - Knoche (81. Klaus), Bruma, Tisserand - William, Guilavogui, Arnold (70. Nmecha), Steffen - Victor, Brekalo (66. Malli) - Weghorst
KAA Gent: Kaminski - Lustig, Plastun, Ngadeu Ngadjui, Asare - Owusu, Kums, Odjidja - David - Jaremtschuk (81. Castro-Montes), Depoitre (90.+1 Kvilitaia)
Zuschauer: 11620

Weitere Daten zum Spiel

Zweimal sorgte Josip Brekalo (3./5.) für Gefahr. Den verdienten Lohn für so viel Engagement gab es in der 20. Minute: William flankte von der rechten Außenbahn in die Strafraummitte, wo Arnold zum Kopfball hochstieg. Vom Rücken des Mittelfeldspielers sprang die Kugel Joao Victor vor die Füße. Der brasilianische Angreifer zog sofort ab und erzielte die verdiente Führung für die Norddeutschen. Danach ließ aber der Unterhaltungswert der Partie nach. Die "Wölfe" kontrollierten gegen die harmlosen Belgier das Geschehen und gingen mit der knappen Führung in die Pause.

Um die Führung war es nach wenigen Minuten der zweiten Halbzeit auch schon wieder geschehen. Der Ausgleich fiel unvermittelt. Gents Abwehrspieler Akwasi Asare schlug den Ball einfach mal aus der eigenen Hälfte bis an die VfL-Strafraumgrenze, dort konnte der Wolfsburger Jeffrey Bruma unter Bedrängnis per Kopf die Situation nicht klären, und so zog Roman Jaremtschuk volley ab. Der Ukrainer jagte den Ball aus 17 Metern unter die Latte (50.). So unerfreulich das 1:1 für den VfL war, das Tor war absolut sehenswert. Die "Wölfe" benötigten einige Zeit, um sich wieder zu berappeln. In der 62. Minute wäre dies beinahe gelungen, als Wout Weghorst von der rechten Außenbahn zur Mitte passte, wo Joao Victor den Ball aus kurzer Distanz über das Tor schoss.

VfL mit Defensivschwächen

Statt 2:1 hieß es kurz darauf 1:2 - weil die Niedersachsen bei einer Ecke der Gäste ein schwaches Defensivverhalten zeigten. Bei dem vom ehemaligen HSV-Profi Vadis Odjidja-Ofoe hineingeschlagenen Ball ließ VfL-Verteidiger Robin Knoche seinen Gegenspieler Laurent Depoitre entwischen, und der Belgier beförderte die Kugel aus der Luft zum 2:1 (65.) für Gent ins Tor.

Nächster Gegentreffer für Wolfsburg nach einer Ecke

Glasner reagierte, er brachte zunächst Yunus Malli für Brekalo, kurz darauf Lukas Nmecha für Arnold. Wolfsburg machte anschließend auch Druck, doch Gent erzielte das nächste Tor - erneut ging diesem eine Ecke voraus. VfL-Kapitän Josuha Guilavogui klärte per Kopf nicht weit genug, und Michael Ngadeu Ngadjui köpfte zum 3:1 (76.) für KAA ein. Wenig später vergaben zunächst Nmecha und Weghorst zwei gute Chancen, noch einmal zu verkürzen (80.). Sie brachten den Ball aber aus spitzem Winkel nicht im gegnerischen Tor unter. Gent ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 07.11.2019 | 23:03 Uhr