Stand: 11.03.2018 17:36 Uhr

Drohplakat und Grabkreuze am Volksparkstadion

Nach der 0:6-Niederlage des HSV im Auswärtspiel gegen den FC Bayern München ist bei einigen HSV-Anhängern offenbar der Frust über den drohenden Abstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga in offenen Hass umgeschlagen: Unbekannte stellten am Sonnabend vor dem HSV-Stadion Grabkreuze auf und hinterließen ein Drohplakat. "Eure Zeit ist abgelaufen! Wir kriegen euch alle", war auf dem Transparent am Trainingsplatz zu lesen. Daneben wurden elf schwarze Kreuze aufgestellt. Kreuze und Transparent wurden entfernt. "Das ist eine Bedrohung gegen den HSV. Wir haben Ermittlungen aufgenommen", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Der HSV verstärkte sein Aufgebot an Ordnern am Volksparkstadion. Beim Auslaufen am Sonntagvormittag blieb es ruhig.

Grenze wurde schon einmal überschritten

Es ist nicht das erste Mal, dass in dieser Saison die Wut einiger HSV-Fans eine Grenze überschreitet. Bereits nach der 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen vor drei Wochen gab es Pfiffe, andere Unmutsbekundungen und einige Chaoten von der Nordtribüne versuchten, den Platz zu stürmen. Außerdem drohten einige Anhänger den Spielern mit einem Spruchband: "Bevor die Uhr ausgeht, jagen wir euch durch die Stadt." Der mittlerweile entlassene Sportchef Jens Todt fand dafür klare Worte. "Da wurde eine Grenze überschritten. Das können wir nicht tolerieren." Zu dem aktuellen Drohplakat und den Grabkreuzen hat sich der HSV bisher nicht geäußert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.03.2018 | 11:00 Uhr

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