Stand: 23.02.2019 10:33 Uhr

VfL Osnabrück - Halle: Torgeiz ist geil

Wenig Tore, aber viele Punkte: Der VfL Osnabrück ist auf Aufstiegskurs.

Der Kampf um den Aufstieg hat sich in der Dritten Liga zum Schneckenrennen entwickelt. Einzig der SV Wehen Wiesbaden (Rang drei) hat in den vier bisherigen Spielen des Jahres 2019 optimale zwölf Punkte erbeutet. Bei der Konkurrenz sieht es hingegen deutlich schlechter aus. Spitzenreiter VfL Osnabrück kommt auf lediglich sieben Zähler, der Tabellenzweite Karlsruhe sogar nur auf fünf. Sechs von zwölf Punkten holte der Tabellenvierte Hallescher FC, der heute (14 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) Gast im Spitzenspiel an der Bremer Brücke in Osnabrück ist.

Außer Girth hat 2019 noch kein VfL-Profi getroffen

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Drei Tore in zwei Spielen, danach Flaute: Benjamin Girth.

Die Hallenser sind zwar in diesem Jahr noch ungeschlagen, haben aber erst einen einzigen Treffer erzielt (beim 1:0 gegen Fortuna Köln). Zuletzt spielten sie dreimal 0:0. Da auch der VfL jüngst zweimal in Folge torlos blieb, ist ein Torfestival an der Bremer Brücke nicht unbedingt zu erwarten. Das liegt zum einen daran dass beide Teams mit lediglich 18 (VfL) beziehungsweise 19 (Halle) Gegentreffern die besten Defensiven der Liga stellen.

Zum anderen liegt es aber eben auch an der jüngst fehlenden Durchschlagskraft im Sturm. Dabei hatten sich die Niedersachsen zu Jahresbeginn gerade in der Offensive verstärkt und Benjamin Girth verpflichtet. Der Stürmer schlug auch gleich ein, traf im Derby gegen Meppen (1:0) und beim 2:1-Erfolg in München doppelt. Doch seitdem herrscht Flaute bei dem 27-Jährigen und auch seine Sturmkollegen blieben erfolglos. Drei magere Tore in vier Spielen, das ist nicht gerade die Bilanz eines Tabellenführers. Das weiß auch VfL-Coach Daniel Thioune: "Am Ende geht es halt darum, den Ball über die Linie zu bekommen."

Mögliche Aufstellung VfL Osnabrück

Heider: "Nächstes Mal hauen wir die Dinger wieder rein"

Die beiden treffsichersten Osnabrücker, Marcos Alvarez (neun Tore) und Marc Heider (sechs), warten seit dem 8. Dezember auf ein Erfolgserlebnis. An mangelnden Torchancen liegt es nicht, dass der VfL inzwischen nur noch die siebtbeste Offensive der Liga stellt. Gegen Großaspach (0:2) gab es Gelegenheiten in Hülle und Fülle, gegen Münster (0:0) trafen die Lila-Weißen zweimal nur Aluminium. Aber gerade das Beispiel Alvarez zeigt ein Manko der Niedersachsen: Der 27-Jährige hat erst zwei Treffer aus dem Spiel heraus erzielt, die übrigen waren Freistöße (vier) oder Elfmeter (drei). Sturmkollege Heider blickt dennoch hoffnungsvoll in die Zukunft: "Manchmal hat man so kleine Phasen und da arbeiten wir uns jetzt wieder raus und fangen im nächsten Spiel bei null wieder an und dann hauen wir nächstes Mal die Dinger wieder rein.“

Thioune muss Trio ersetzen

Einen Tag nach der Nullnummer in Münster hielten sich die Osnabrücker im Testspiel schadlos. 7:1 wurde Regionalligist SSV Jeddeloh II bezwungen, Alvarez und Anas Ouahim trafen dabei doppelt. Auch Luca Pfeiffer erzielte ein Tor. Ouahim und Pfeiffer wären mögliche Alternativen für die Offensive, in der gegen Halle Manuel Farrona Pulido (Gelbsperre) und Felix Agu (Schulterverletzung) fehlen werden. Nicht die Offensive betreffend, aber dennoch schwerwiegend ist auch der Ausfall von David Blacha (ebenfalls Gelbsperre). Der Mittelfeldspieler hatte bislang kein Saisonspiel verpasst.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 23.02.2019 | 15:00 Uhr

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