Stand: 11.10.2018 11:55 Uhr

Schuberts Plan: Das Eintracht-Potenzial wecken

Seit heute ist Trainer André Schubert beim Fußball-Drittligisten Eintracht Braunschweig am Ruder, um selbiges herumzureißen. Bei der offiziellen Vorstellung stellte der Nachfolger des glücklosen Henrik Pedersen allerdings klar, dass er beim Tabellenletzten nicht alles auf den Kopf stellen möchte: "Das macht keinen Sinn. Ich habe eine ähnliche Spielidee und favorisiere offensiven Fußball." Vielmehr möchte er in die Köpfe seiner Profis kommen. "Wir verfügen über eine sehr talentierte, junge Mannschaft. Das bringt uns aber keine Punkte. Wir müssen in der Lage sein, gegen Widerstände zu kämpfen und auch ein Gegentor mental wegzustecken."

"Wir können den Erfolg nicht erzwingen"

Für diese Arbeit vornehmlich im mentalen Bereich komme die Länderspielpause gerade recht, sagte Schubert, der seit dem Ende seines Engagements bei Borussia Mönchengladbach Ende 2016 ohne Job gewesen war. "Anfragen aus der Ersten Liga gab es in der Zeit nicht. Wohl aus der Zweiten Liga, aber das hat aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gepasst."

Er möchte die Länderspielpause nutzen: "Wir werden jetzt viele Gespräche führen. Wir können sehr stark an den Wahrscheinlichkeiten arbeiten, erfolgreich zu sein. Erfolg erzwingen können wir aber nicht."

Nur ein Sieg aus elf Spielen

Am 20. Oktober geht es für den Zweitliga-Absteiger mit der Auswärtsspartie bei 1860 München weiter. Aus den ersten elf Ligaspielen hat die Eintracht lediglich einen Sieg geholt. "Unser oberstes Ziel ist es zunächst, dass die Mannschaft sich schnell stabilisiert und in der Tabelle in sichere Regionen klettert", so der Fußballlehrer.

"Mannschaft hat das Potenzial für ganz andere Tabellenplätze"

Trotzdem sieht Schubert in dem taumelnden Traditionsclub mehr Qualität: "Die Eintracht ist nicht der typische Drittligist. Es wurde hier schon etwas aufgebaut, die Strukturen sind sehr gut und es gibt eine große Fan-Base." In der jungen Mannschaft hat der 47-Jährige "das Potenzial für ganz andere Tabellenplätze" erkannt, trotz der Leistungsschwankungen.

Ob neben dem neuen Trainer auch ein neuer Sportdirektor kommt, ließ Präsident Sebastian Ebel am Donnerstag offen. "Wir werden das Thema Sportlicher Leiter weiter verfolgen. Es muss in den wirtschaftlichen Rahmen passen. Priorität hatte erstmal die Verpflichtung des Trainers."

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 11.10.2018 | 12:25 Uhr

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