Stand: 19.09.2019 11:06 Uhr

Braunschweig: Partie in Köln als Gradmesser

Weiter geht's: Wie hat Eintracht Braunschweig die Heimniederlage gegen Hansa Rostock verdaut?

Vier Auswärtsspiele hat Eintracht Braunschweig in dieser Drittliga-Saison bereits bestritten - alle vier haben die Niedersachsen gewonnen. Die weiße Weste ist am Sonnabend ernsthaft in Gefahr, denn dann treten die zweitplatzierten "Löwen" beim Tabellenvierten Viktoria Köln an. Die Partie bei den Rheinländern zeigt der NDR ab 14 Uhr live im TV und bei NDR.de.

Kölns Offensive ist die stärkste der Liga

Der Aufsteiger aus Köln ist das Überraschungsteam der Saison. Fünf Siege feierte die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev bereits, wie Braunschweig zeigt sich Viktoria aber vor allem in der Fremde stark, wo zehn Punkte aus vier ungeschlagenen Partien zu Buche schlagen. Im eigenen Stadion mussten die Kölner (wie der BTSV auch) hingegen bereits zwei Niederlagen hinnehmen. Besonders beeindruckend präsentiert sich die Offensive des Neulings: Die 20 erzielten Treffer sind Liga-Bestwert.

Herausragend ist dabei Oldie Albert Bunjaku, der mit acht Toren in acht Spielen die Torschützenliste der Dritten Liga anführt. Der 35-Jährige blickt auf eine bewegte Karriere zurück. Viktoria ist bereits die sechste Station des Kosovaren in Deutschland (zudem spielte er für Schaffhausen und St. Gallen in der Schweiz). Bunjaku kennt Bundesliga, Zweite Liga, Dritte Liga und die Regionalliga, hat in der Schweizer Super League gespielt und neun Länderspiele auf dem Buckel. Eines kennt er aber nicht: Einen Sieg gegen Eintracht Braunschweig. In fünf Partien gab es drei Remis und zwei Niederlagen. Immerhin: In der Saison 2007/2008 traf Bunjaku für Rot-Weiß Erfurt in zwei Spielen (2:2, 2:3) gleich drei Mal gegen die "Löwen".

Vollmann erwartet "Gradmesser"

Bei der Eintracht ist die Heimniederlage gegen Hansa Rostock und der Verlust der Tabellenführung abgehakt. "Tabellenplätze spielen für uns momentan keine Rolle", sagte Trainer Christian Flüthmann im Sportclub des NDR Fernsehens. Auch Sportchef Peter Vollmann ärgerte sich zwar über die "völlig unnötige" Niederlage, blickte aber schnell voraus auf die anstehenden Partien. Nach dem Gastspiel in Köln empfangen die Braunschweiger im eigenen Stadion Spitzenreiter Halle: "Die beiden Spiele sind noch einmal richtige Gradmesser dafür, ob wir mithalten können."

Debüt für Defensiv-Allrounder Kammerbauer?

In Köln könnte Flüthmann mit personellen Veränderungen liebäugeln und hat dabei die Qual der Wahl. Bis auf den langzeitverletzten Stephan Fürstner und den Rot-gesperrten Marc Pfitzner stehen ihm alle Profis des "auch in der Breite gut aufgestellten" BTSV-Kaders zur Verfügung. Handlungsbedarf gibt es vor allem in der Defensive: "Wir haben viele Bälle erst in der letzten Verteidigungslinie klären können", analysierte Sportchef Vollmann nach dem Rostock-Spiel. Die offensivstarken Kölner sollen daher schon vorher gestoppt werden. Hier könnte die Erfahrung von Neuverpflichtung Patrick Kammerbauer eine Chance sein. Der Ex-Freiburger ist im defensiven Mittelfeld zu Hause, kann aber auch Innen- oder Rechtsverteidiger spielen.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 21.09.2019 | 14:00 Uhr

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