Hamburgs Robert Glatzel bejubelt einen Treffer. © picture alliance/dpa | Axel Heimken

DFB-Pokal: Knackt der HSV das Nürnberger Abwehr-Bollwerk?

Stand: 26.10.2021 08:08 Uhr

Rechtzeitig vor der heutigen schweren Pokal-Aufgabe beim 1. FC Nürnberg hat Fußball-Zweitligist Hamburger SV die Kurve bekommen. Der Sieg in Paderborn nach zuvor drei Remis in Folge sorgte an der Elbe für Erleichterung - und Selbstvertrauen.

Das ist auch nötig, denn die Franken haben saisonübergreifend seit 14 Spielen nicht mehr verloren. Entsprechend reise der HSV mit "Respekt" zur Pokalpartie heute Abend (20.45 Uhr, im Livecenter bei NDR.de), so Sportchef Jonas Boldt: "Aber natürlich haben wir vor, in die nächste Runde einzuziehen und im Pokal zu überwintern." Nürnbergs Verteidiger Enrico Valentini gab sich selbstbewusst: "Der HSV ist schon stark, aber die wissen auch, dass sie zu uns kommen und gegen ein Brett spielen müssen."

In der Tat hielten die "Clubberer" in acht von zwölf Pflichtspielen in dieser Saison hinten die Null. Gegentore gab es zuletzt am 26. September - beim 2:2 in Hamburg, und auch die bislang letzte Niederlage (im Mai gab es ein 2:5) kassierte Nürnberg gegen den HSV...

HSV mit breiter Brust

Aber nicht nur deshalb sind die Hamburger guten Mutes. "Nichts ersetzt Siege - und Erfolge geben auch immer den Glauben daran, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist", beschrieb Boldt die breite HSV-Brust nach dem jüngsten Erfolg in Paderborn. "Die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, wurde bestätigt und belohnt."

Jugendkurs macht Walter "Freude"

In Paderborn waren zwei Youngster die Sieggaranten. Der 20-jährige Faride Alidou wurde zum "Man of the Match" gekürt, Tommy Doyle, ein 20 Jahre alter Engländer, hatte in der Nachspielzeit das Siegtor erzielt.

"Das ist der Weg, den wir eingeschlagen haben", sagte Trainer Tim Walter. "Wenn ich sehe, wie Jonas David gegen Sven Michel verteidigt, der ja wirklich ein sehr guter Stürmer in der Zweiten Liga ist, dann macht mir das Freude."

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Boldt bremst Euphorie: "Kirche im Dorf lassen"

Boldt will aber keine Euphorie ob der Jungen aufkommen lassen. "Auch da muss man die Kirche im Dorf lassen", sagte er und meinte über Alidous Startelfdebüt: "Es war ein gutes Spiel. Super wäre gewesen, wenn er dann auch ein oder zwei Tore macht. Die Grundqualität hat er dafür." In Nürnberg bekommt der Flügelspieler aus dem Regionalligateam des HSV wohl eine weitere Gelegenheit, sich bei den Profis zu empfehlen.

Mögliche Aufstellungen:

Nürnberg: Klaus - Valentini, Schindler, Sörensen, Handwerker - Geis - Krauß, Tempelmann - Möller Daehli - Dovedan, Shuranov
HSV: Heuer Fernandes - Heyer, David, Schonlau, Leibold - Meffert - Doyle, Kittel - Jatta, Glatzel, Alidou

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 26.10.2021 | 23:03 Uhr

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