Stand: 04.02.2019 19:26 Uhr

Hannover 96: Satzungsänderung zurückgenommen

Hannovers Club-Präsident Martin Kind.

Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat den Gesellschaftsvertrag der Fußball-Kapitalgesellschaft überarbeitet und damit im Streit mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingelenkt. Ein drohender Punktabzug oder gar der Lizenzentzug sind damit vom Tisch. "Wir haben immer zum Ausdruck gebracht, dass wir zu Gesprächen mit der DFL bereit sind, wenn es Änderungswünsche gibt", sagte 96-Clubchef Martin Kind: "Diese Gespräche haben in den vergangenen Wochen stattgefunden. Die jetzige Fassung, mit der wir zufrieden sind, ist das Ergebnis daraus."

Satzungsänderung als Umgehung der 50+1-Regel?

Die Satzungsänderung vom September 2018, durch die Entscheidungen über Ausgaben von mehr als 150.000 Euro nur von Vertretern der Investoren getroffen werden dürfen, war von Kritikern auch als mögliche Umgehung der 50+1-Regelung verstanden worden. Kind kämpft seit Jahren um eine Ausnahmegenehmigung von der Regelung. Laut einer Analyse der Interessensgemeinschaft "Pro Verein 1896" hatte der Club durch die Satzungsänderung aber auch gegen die Lizenz verstoßen, was Kind stets verneinte: "Wir riskieren nicht die Lizenz."

DFL bestätigt: Alles regelkonform

Wie Hannover 96 bestätigte auch die DFL am Montagabend die Einigung. Die aus Sicht der DFL "satzungswidrigen Änderungen" habe die Gesellschaft zurückgenommen, schrieb die DFL. Weiter hieß es: "Die von der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA im Einvernehmen mit dem Hannover 96 e.V. in den Gesprächen vorgelegten Vorschläge für Neuformulierungen der Satzung sind mit den satzungsmäßigen Vorgaben der 50+1-Regel vereinbar oder berühren diese nicht."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 04.02.2019 | 22:40 Uhr