Stand: 26.05.2018 12:09 Uhr

Hamburger SV: Auch Mathenia geht

Das Personal-Karussell beim Bundesliga-Absteiger Hamburger SV nimmt immer mehr Fahrt auf. Mit einem Abgang von Lewis Holtby, einem der Topverdiener im Kader, wurde eigentlich gerechnet. Doch der Mittelfeldspieler, dessen üppig dotierter Vertrag (3,5 Millionen Euro pro Jahr) auslief, wird auch in der Zweiten Liga für den HSV auflaufen. Am Donnerstag unterzeichnete der 27-Jährige einen neuen Kontrakt für ein Jahr und hat dabei Gehaltseinbußen in Kauf genommen. Auf der Gegenseite stehen in Luca Waldschmidt und Christian Mathenia erste Spielerverkäufe fest.

HSV: Wer kommt? Wer geht? Wer bleibt?

"Das ist ein tolles Statement von Lewis"

"Für mich war schnell klar, dass ich beim HSV bleiben möchte. Ich habe diesen Verein in den vergangenen vier Jahren mit vollen Emotionen gelebt und werde dies auch in Zukunft weiter tun", sagte Holtby. Der 27-Jährige hatte in den vergangenen Wochen mit fünf Toren in acht Spielen viel dazu beigetragen, dass der HSV bis zum Schluss noch eine Chance auf den Klassenverbleib hatte. Trainer Christian Titz war früher Personalcoach des Mittelfeldakteurs und wollte ihn unbedingt halten. "Lewis hat sich direkt bereit erklärt, gemeinsam mit uns die neuen Ziele anzugehen. Ihm war klar, dass dies nur zu Bedingungen gehen wird, die der Zweiten Liga angemessen sind. Das ist ein tolles Statement von Lewis, der sich dem HSV sehr verbunden fühlt", sagte Kaderplaner Johannes Spors.

Moritz kommt aus Kaiserslautern

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Holtby bleibt also und drei Neuzugänge stehen fest. Nach den Youngsters David Bates (Glasgow Rangers) und Manuel Wintzheimer (FC Bayern II) verpflichtete der HSV auch Mittelfeldspieler Christoph Moritz für die kommende Saison. Der 28-Jährige kommt ablösefrei vom Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern und hat in der Hansestadt einen Zweijahresvertrag unterschrieben. "Christoph Moritz ist ein Fußballer mit hohem technischen Niveau und einer herausragenden Mentalität, der zudem über reichlich Erst- und Zweitliga-Erfahrung verfügt. Er wird eine echte Verstärkung für uns sein", erklärte Spors. Moritz wurde einst ebenfalls von Titz individuell gecoacht.

Waldschmidt und Mathenia bleiben erstklassig

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Die ersten Weggänge, für die der HSV Geld bekommt, stehen ebenfalls fest: Waldschmidt wechselt zum SC Freiburg. Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen die Hamburger für den Offensivallrounder fünf Millionen Euro einstreichen. "Der Kontakt mit Freiburg besteht schon ziemlich lange, und ich habe das Gefühl, für meine weitere Entwicklung hier am richtigen Ort zu sein", sagte Waldschmidt. Der Angreifer war vor zwei Jahren für 1,3 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt gekommen. Der große Durchbruch blieb dem 22-Jährigen an der Elbe verwehrt. Den HSV-Fans wird er wegen seines "Retter-Tores" 2017 gegen den VfL Wolfsburg in Erinnerung bleiben.

Auch Mathenia bleibt der Bundesliga erhalten. Der Keeper, der vor zwei Jahren aus Darmstadt zum HSV kam, wechselt zum Erstliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Dem Vernehmen nach kassieren die Hamburger etwa 600.000 bis 800.000 Euro für den 26-Jährigen - in etwa die Ablöse, die der HSV einst an Darmstadt gezahlt hatte.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 23.05.2018 | 17:25 Uhr

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