Spieler von Werder Bremen jubeln mit den Fans nach Sieg gegen den VfL Bochum © IMAGo/RHR-Foto

Bremens Last-Minute-Siegeswille auch gegen Augsburg gefragt

Stand: 09.09.2022 08:26 Uhr

Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen ist bereit für das nächste Spektakel. Heute kommt der kriselnde FC Augsburg in Weserstadion, die Gastgeber müssen allerdings erneut ohne ihren torgefährlichen Mittelfeldmann Leonardo Bittencourt auskommen.

In fünf Saisonspielen hat das Team von Trainer Ole Werner schon zwölf Treffer erzielt, sieben davon ab der 86. Minute - das ist Bundesligarekord. Der Glaube daran, bis zum Schluss ein Tor erzielen zu können macht Werder Bremen zurzeit so stark. So bieten die Bremer den Fans ein Aufreger-Spiel nach dem nächsten und stehen vor dem Duell heute Abend (20.30 Uhr, im NDR Livecenter) gegen die Augsburger auf einem starken achten Tabellenplatz.

Werner: "Es schießt nie einer alleine ein Tor"

Niclas Füllkrug, Oliver Burke, selbst Abwehrmann Lee Buchanan haben schon getroffen. Nur Angreifer Marvin Ducksch wartet noch auf sein erstes Tor. "Wichtig ist, dass die Gruppe funktioniert, mit allen die von Beginn an spielen und allen, die von der Bank kommen. Es schießt nie einer alleine ein Tor. Wir funktionieren als Mannschaft gut, weil Marvin Ducksch mitspielt. Er ist immer präsent", sagt Coach Werner.

Vorne hui, hinten pfui

In der Defensive sieht das jedoch anders aus. Die Bremer haben bereits zehn Gegentore kasssiert. Nur drei Teams haben den Ball öfter aus dem eigenen Tor holen müssen. Beim VfL Bochum am vergangenen Wochenende stand aber erstmals die Null. Die Aussichten auf eine Wiederholung stehen gut, denn Augsburg hat bisher lediglich drei Mal getroffen.

Werner erwartet "intensives, körperliches Spiel"

Werner erwartet "eine Mannschaft, die körperlich spielt und in der defensiven Organisation nicht viele Torchancen zulässt. Wir müssen auf ein intensives, körperliches Spiel gefasst sein." Auf die Favoritenrolle gegen den Tabellen-16. Augsburg, der nach fünf Spieltagen lediglich einen Sieg einfahren konnten, legt der 34-Jährige allerdings wenig Wert. "Mir ist es relativ egal, wie wir ins Spiel gehen. Auch das drumherum, was beim Gegner passiert, ist zweitrangig", betonte Werner. "Wir bereiten uns auf die Spiele vor. Wenn wir laut Buchmachern der Favorit sind, machen wir es genauso, als wenn wir der Außenseiter sind."

Für den FCA geht es wie für Werder um den Klassenerhalt. Als Achter haben die Bremer mit dem Tabellenkeller derzeit zwar nichts zu tun, doch Trainer Werner will den exzellenten Saisonstart nicht überbewerten: "Die Punkte, die wir haben, werden nicht ausreichen. Wir gucken am sechsten Spieltag nicht auf die Tabelle. Wir gehen ins Spiel, um die größte Punktausbeute zu holen."

Werder weiter ohne Bittencourt

Für den nächsten Streich der Bremer steht Verteidiger Lee Buchanan wieder zur Verfügung. Verzichten müssen die Grün-Weißen allerdings erneut auf Leonardo Bittencourt, dessen Zerrung im Rippenbereich sich als äußerst hartnäckig erweist. "Es ist schwer, eine Prognose zu treffen", so Werner. Der Mittelfeldmann trainiert individuell. Auch die Langzeitverletzen Dikeni Salifou und Manuel Mbom müssen weiter an ihrem Comeback arbeiten.

Mögliche Aufstelungen:

Werder Bremen: Pavlenka - Pieper, Veljkovic, Friedl - Weiser, C. Groß, A. Jung - N. Schmidt, Schmid - Füllkrug, Ducksch
FC Augsburg: Gikiewicz - Gumny, Gouweleeuw, M. Bauer - Pedersen, Iago - Gruezo - Maier, Rexhbecaj - M. Berisha, Demirovic

Weitere Informationen
Werder Bremens Niklas Füllkrug (Mitte) wird von seinen Teamkollegen gefeiert © IMAGO / Revierfoto

Füllkrug-Doppelpack! Spätes Bremer Glück in Bochum

Nach zehn Gegentoren in den ersten vier Bundesligaspielen hat Werder Bremen am Sonnabend beim VfL zum ersten Mal zu Null gespielt. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 11.09.2022 | 22:50 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Bundesliga

Werder Bremen

Mehr Fußball-Meldungen

Die deutschen Spieler Füllkrug, Rüdiger und Andrich jubeln. © IMAGO / HMB-Media

Spätes 1:1 gegen die Schweiz - Füllkrug rettet Deutschland Platz eins

Der Stürmer traf in der Nachspielzeit des dritten EM-Spiels und sicherte der DFB-Elf den Gruppensieg. Mehr bei sportschau.de. extern