Stand: 21.01.2020 18:21 Uhr

Braunschweig holt KSC-Torjäger Pourié

Marvin Pourié schoss Karlsruhe zum Aufstieg. Gelingt dem Angreifer das gleiche mit Braunschweig?

Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig hat seine Aufstiegsambitionen mit der Verpflichtung von Angreifer Marvin Pourié untermauert. Wie die Niedersachsen am Dienstagabend mitteilten, wird der 29-Jährige bis zum Saisonende vom Zweitligisten Karlsruher SC ausgeliehen. "Marvin Pourié hat seine Qualitäten als Torjäger in der Dritten Liga bereits unter Beweis gestellt. Mit ihm konnten wir einen sehr laufintensiven und mitspielenden Stürmer verpflichten, der mehr Beweglichkeit in unser Offensivspiel bringt", erklärte BTSV-Sportdirektor Peter Vollmann.

Erst Aufstiegsheld, dann auf dem Abstellgleis

Für Karlsruhe hatte Pourié in der vergangenen Serie 22 Treffer erzielt und damit großen Anteil an ihrer Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus. In dieser Spielzeit kam er beim Team von Coach Alois Schwartz nicht mehr regelmäßig zum Zug. Lediglich neunmal stand der 1,85 Meter große Stürmer in der Startelf und war in insgesamt 16 Einsätzen nur zweimal erfolgreich. Seinen Stammplatz verlor er übrigens an Philipp Hofmann, der im Sommer von der Eintracht zum KSC gewechselt war.

Im Winter-Trainingslager der Badener in Estepona (Spanien) hatte Schwartz den Torjäger schon nicht mehr in den Testspielen berücksichtigt. Am Ende des Camps durfte er nicht einmal mehr mit der Mannschaft trainieren.

Debüt gegen Ex-Club 1860 München?

An einer Verpflichtung des 29-Jährigen sollen auch Braunschweigs Ligarivalen KFC Uerdingen und 1. FC Magdeburg sowie die Zweitliga-Clubs Dynamo Dresden und VfL Osnabrück interessiert gewesen sein. Der aus Werne stammende Fußballer entschied sich nun für den BTSV, für den er bereits am kommenden Sonntag in der Auswärtspartie beim TSV 1860 München (13 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) debütieren könnte. Für Pourié wäre es das Wiedersehen mit einem seiner zehn Clubs, für die er im Herrenbereich kickte. Bei den "Löwen" stand der Torjäger von 2009 bis 2010 unter Vertrag.

Im Anschluss schnürte Pourié, der in der Jugend beim FC Liverpool spielte, unter anderem in Dänemark, Belgien und Russland seine Schuhe. Im Januar 2018 folgte er dann dem Lockruf des KSC. Nun macht der Fußball-"Wandervogel" an der Hamburger Straße in Braunschweig Halt.

Nick Otto wird erneut verliehen

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Nicht mehr zum Kader des niedersächsischen Traditionsclubs gehört derweil Abwehr-Talent Nick Otto. Der 20-Jährige wird bis zum Saisonende an den Regionalligsten SSV Jeddeloh II verliehen. Bei den Ammerländern soll der Bruder von Eintracht-Profi Yari Otto Spielpraxis sammeln. Für die "Löwen" kam der frühere deutsche U18-Nationalspieler in dieser Serie nicht zum Einsatz. Bereits in der Rückrunde der Vorsaison war er verliehen worden - damals zum FC St. Pauli II. Ottos Kontrakt beim Drittligisten ist noch bis 2021 datiert.

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Hallo Niedersachsen | 21.01.2020 | 19:30 Uhr