Stand: 31.07.2020 13:45 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Bekommt Hansa eine Landesbürgschaft?

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Mit Blick auf die finanziellen Folgen der Coronakrise strebt der FC Hansa Rostock eine Umschuldung an (Archivbild).

Der ohnehin finanziell angeschlagene Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock ist durch die Corona-Krise weiter in Schieflage geraten. Aktuell drücken den FC Hansa rund 20 Millionen Euro an Verbindlichkeiten aus Darlehen und Krediten. Um einen finanziellen Kollaps zu vermeiden, strebt der Verein jetzt eine Umschuldung an.

Hansa Rostock peilt Umschuldung an

Nordmagazin -

Die Corona-Krise hat die finanzielle Situation von Hansa Rostock nicht verbessert. Der Drittligist strebt daher eine Umschuldung an. Helfen soll dabei eine Landesbürgschaft.

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Verein nimmt Kontakt zur Landespolitik an

Den größten Teil dieser Summe schuldet der Verein der Beteiligungsfirma Obotritia Capital. Deren Chef wiederum ist Hansa-Investor Rolf Elgeti. Für dieses Geld zahlt Hansa Zinsen. Um von diesen Zinsen herunterzukommen, hat der Verein Kontakt zur Landespolitik aufgenommen und nach Möglichkeiten einer Landesbürgschaft gefragt. Nach Informationen von NDR 1 Radio MV und dem Nordmagazin ist diese Anfrage seitens des Wirtschafts- und des Finanzministeriums positiv beschieden worden. Es soll sich dabei um eine Summe von rund sechs Millionen Euro handeln. Bei dieser Art von Umschuldung soll nun die Ostseesparkasse (Ospa) helfen. Es handelt sich um eine Art Ringtausch im Geldtransfer. Das Geld der Ospa gibt Hansa dem Finanzinvestor Elgeti, der wiederum erlässt dem Verein einen Teil der Schulden. Somit würde die Zinslast reduziert. Über konkrete Summen sind die beteiligten Parteien aktuell in Verhandlungen.

Finanzielle Neuausrichtung vorbereitet

Beim FC Hansa hatte sich das Team um Vorstandschef Robert Marien im Frühjahr Gedanken gemacht, inwieweit die Coronakrise den Verein in die Knie zwingen könnte. 'Was ist, wenn die Dauerkartenbesitzer ihr Geld zurück haben wollen, was ist, wenn Sponsoren reihenweise abspringen, wann überhaupt dürfen Fans wieder ins Stadion?' Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen fragte der Verein nach einer Landesbürgschaft. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) stünde das Land auf jeden Fall bereit.

Notwendigkeit der Umschuldung eher unwahrscheinlich

Hansas Vorstandsvorsitzender Robert Marien sagte dem NDR, dass der schlimmste Fall bislang nicht eingetreten sei. Weder haben die Fans ihre Dauerkarten gegen Geld zurückgegeben, noch sind namhafte Sponsoren abgesprungen. Offen bleibt zunächst, wie Finanzinvestor Elgeti auf den Vorschlag des FC Hansa Rostock reagiert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 31.07.2020 | 12:00 Uhr