Stand: 15.02.2020 11:00 Uhr

18 Verletzte bei Ausschreitungen am Millerntor

Dynamo-Anhänger griffen Ordner an.

Bei Krawallen nach dem Zweitliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Dynamo Dresden (0:0) sind nach Angaben der Polizei vom Sonnabend zwölf Ordner und sechs Polizeibeamte verletzt worden. Insgesamt gab es 22 Festnahmen. Die Zahl der Festnahmen beziehe sich dabei nicht allein auf die Vorfälle unmittelbar nach dem Spiel, sondern auf den Gesamteinsatz vor, während und nach der Partie, so die Polizei. Schon am Freitagabend hatten beide Vereine angekündigt, die Vorgänge aufzuarbeiten.

Randalierer greifen Ordner an

Das Verhältnis der Fanlager beider Clubs ist seit Jahren angespannt. Nach Abpfiff hatten Dynamo-Anhänger auf der Nordtribüne im Millerntor-Stadion versucht, aus ihrem Stehplatz-Block in einen Sitzplatzbereich mit St.-Pauli-Fans zu klettern. Die Randalierer griffen Ordner an, die sie daran hindern wollten. Zudem zündeten sie eine Rakete, die unter das Tribünendach und von dort zurück auf die Zuschauerränge flog. Erst durch den Einsatz der Polizei konnte die Situation beruhigt werden.

Luhukay: "Das gehört sich nicht"

"Der FC St. Pauli wird die Ereignisse nach Spielende in der Nordkurve intensiv aufarbeiten. Allen Verletzten wünschen wir gute Besserung: You'll never walk alone!", twitterte der FC St. Pauli. "Wir werden die Ereignisse nach dem Spiel am Gästeblock mit allen Beteiligten in Ruhe aufarbeiten. Fest steht aber schon jetzt: Jeder verletzte Mensch ist einer zu viel. Wir wünschen allen Betroffenen auch auf diesem Wege gute und schnelle Genesung", teilte Dynamo Dresden mit.

"Das ist schade. Das gehört sich nicht", kommentierte St. Paulis Trainer Jos Luhukay das Verhalten der Dynamo-Anhänger: "Es soll ein Fußball-Fest sein." Auch Dresdens Abwehrspieler Chris Löwe betonte: "Wir wollen hier Fußball spielen und Spaß haben. So etwas gehört hier nicht her."

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 15.02.2020 | 08:25 Uhr