Der israelisch-russische Trompeter Sergei Nakariakov © NDR Foto: Thierry Cohen

Der Trompeter Sergei Nakariakov spielte im Klassik Extra

Stand: 27.07.2022 11:00 Uhr

Im ersten Klassik-Extra-Konzert in der Saison 2021/22 am 14. November konnten Sie den israelisch-russischen Trompeter Sergei Nakariakov zusammen mit der NDR Radiophilharmonie im Großen Sendesaal erleben.

Als die NDR Radiophilharmonie und Sergei Nakariakov bei diesem ersten Konzert der Reihe Klassik Extra 2021/22 zusammen auftraten, kamen sie gerade frisch aus Salzburg. Dort hatte das Orchester mit dem israelisch-russische Ausnahme-Trompeter an zwei Abenden auf der Bühne des weltberühmten Festspielhauses gastiert. Im Gepäck hatte Nakariakov nicht nur seine Trompete, sondern auch sein Flügelhorn. Dieses etwas größer mensurierte Schwesterinstrument der Trompete hat er in den vergangenen Jahren im Konzertsaal salonfähig gemacht. Viel interessanter Gesprächsstoff also an diesem Klassik-Extra-Sonntag, an dem auch Mendelssohn und Brahms auf dem Programm standen.

1. Klassik Extra
So, 14.11.2021 | 11:30 und 18 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

Andrew Manze Dirigent
Sergei Nakariakov Trompete und Flügelhorn
Friederike Westerhaus und Andrew Manze Moderation
NDR Radiophilharmonie

Felix Mendelssohn Bartholdy
"Die Hebriden" Konzertouvertüre op. 26
Peter Tschaikowsky
Variationen über ein Rokoko-Thema op. 33
(arr. für Flügelhorn und Orchester von Mikhail Nakariakov)
Grigoraş Ionică Dinicu
Hora Staccato
(arr. für Trompete und Streichorchester von Mikhail Nakariakov)
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
daraus: Satz IV.

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Virtuosität als Markenzeichen

Die Musikwelt bewundert Sergei Nakariakov als "Paganini der Trompete" - und seit diesem Klassik-Extra-Konzert wissen alle Zuhörer*innen zweifelsohne warum. In Tschaikowskys Rokoko-Variationen wird ein schlichtes aber ausdrucksstarkes Thema mit genussvoller Virtuosität siebenmal rasant variiert. Ursprünglich für Cello und Orchester komponiert, greift Sergei Nakariakov dabei passenderweise zum tiefer und dunkler als die Trompete klingenden Flügelhorn. Das Arrangement stammt von seinem Vater Mikhail Nakariakov. Dieser hat auch die beliebte "Hora Staccato" des rumänischen Geigers und Komponisten Dinicu für seinen Sohn arrangiert. Hier geht Nakariakov dann mit der Trompete nochmals virtuoser und temperamentvoller zur Sache.

Klangvoller Nebel

Den herbstlichen Auftakt von Klassik Extra macht mit der Hebriden-Ouvertüre ein Werk, zu dem Mendelssohn 1829 durch einen nebelumhüllten Ausflug zur schottischen Fingalshöhle inspiriert wurde.

Einfach genial

Am Ende des Konzerts stand der Finalsatz aus Brahms‘ Sinfonie Nr. 4. Dieser Passacaglia-Satz demonstriert sehr eindrucksvoll die brahmssche Kunst, aus kleinsten musikalischen Keimzellen ein strahlendes großes Ganzes zu erschaffen.

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