Dirigent Felix Mildenberger © NDR Foto: Jasper Ehrich

Im Radio: Felix Mildenberger dirigiert Mendelssohn

Felix Mildenberger übernimmt das Dirigat des Konzerts am 3. Juni. Das neue Programm: Mendelssohns "Italienische" und sein Violinkonzert. Solist bleibt James Ehnes. NDR Kultur überträgt live ab 20 Uhr.

Thomas Søndergårds Debüt bei der NDR Radiophilharmonie muss leider situationsbedingt erneut verschoben werden. Für ihn springt Felix Mildenberger ein. Der 31-jährige deutsche Dirigent ist schon seit mehreren Jahren auf internationalem Parkett präsent und stand bereits u. a. am Pult des Tonhalle-Orchesters Zürich, des Orchestre National de France und des Concertgebouw Orchestra. Gerade hat er seine sehr erfolgreiche Zeit als Assistant Conductor des London Symphony Orchestra beendet. Seit 2014 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten Sinfonieorchesters Crescendo Freiburg. Mildenbergers Debüt-Programm bei der NDR Radiophilharmonie ist ganz Mendelssohn gewidmet. Freuen Sie sich auf einen sommerlich fröhlichen Abend mit der Sinfonie Nr. 4 "Italienische" und dem Violinkonzert, interpretiert vom kanadischen Weltklasse-Geiger James Ehnes.

Mikrofon im NDR Kultur Sendestudio © NDR.de Foto: Mathias Heller

4. Sinfoniekonzert C im Radio

Do, 03.06.2021 | 20:04 Uhr | live auf NDR Kultur

Felix Mildenberger Dirigent
James Ehnes Violine
NDR Radiophilharmonie

Felix Mendelssohn Bartholdy
Violinkonzert e-moll op. 64
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 "Italienische"

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Vollendet im hessischen Sommer

Enorm produktiv, aber ständig unter Zeitdruck und auf Reisen: Dieser Lebenswandel brachte auch das Künstler- und Arbeitsgenie Felix Mendelssohn Bartholdy an die Grenzen seiner Belastbarkeit. 1844 stand er - wie es heute bezeichnet würde - kurz vor einem Burn-out. Daher verbrachte er die Sommermonate als ruhigen Familienurlaub im hessischen Bad Soden. Dabei war er natürlich keineswegs untätig, sondern stellte endlich sein  Violinkonzert fertig, das schon lange in Arbeit war. Mit dem damals erst 14-jährigen Joseph Joachim fand 1845 in Dresden eine denkwürdige Aufführung des Werkes statt. Gut 60 Jahre später resümierte der berühmte Joachim:

"Die Deutschen haben vier Violinkonzerte. Das größte, konzessionsloseste stammt von Beethoven. Das von Brahms, in seinem Ernst, eifert Beethoven nach. Das reichste, das bezauberndste schrieb Max Bruch. Das innigste aber, das Herzensjuwel, stammt von Mendelssohn."

Unter der Sonne Italiens

13 Jahre zuvor war der junge Mendelssohn durch Italien gereist. Die vielfältigen Eindrücke aus diesem beglückenden "Land der Natur", so der Mendelssohn, verarbeitete er in  seiner Sinfonie Nr. 4. Er bezeichnete sie als "das lustigste Stück", das er je geschrieben habe. Uraufgeführt wurde die "Italienische" 1833 unter Leitung des Komponisten in den Hanover Square Rooms in London. Das Publikum war höchst "amused".

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