Im Kuppelsaal: Bruckner und Müller-Wieland (UA)

Für das Sinfoniekonzert C3 unter der Leitung von Andrew Manze weichen wir in den Kuppelsaal aus.

Die Wiedereröffnung des Großen Sendesaals in Hannover verschiebt sich. Komplikationen beim Einbau der neuen Bühnenelemente führen dazu, dass sich die Arbeiten erneut verzögern.

Das Sinfoniekonzert C3 am 20. Februar 2020 wird in den Kuppelsaal des Hannover Congress Centrums verlegt.

Sinfoniekonzert C3
Do, 20.02.2020 | 20 Uhr
Neu: Hannover, Kuppelsaal (Theodor-Heuss-Platz 1-3)

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Malte Refardt Fagott

JAN MÜLLER-WIELAND
"Gottesspur" für Fagott/Kontrafagott, Elektronik und großes Orchester (Uraufführung)
ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 7 E-Dur (Edition von Leopold Nowak)

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Informationen zu den Konzerttickets

Abonnenten nutzen ihre Abonnement-Tickets und nehmen die Plätze im Kuppelsaal ein, die ihnen für die Konzerttermine im Oktober und November zugewiesen wurden (Aufdruck auf dem Abo-Ausweis). Alle anderen bitten wir, ihre Karten gegen neue Tickets im NDR Ticketshop umzutauschen:
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E-Mail: ticketshop.hannover@ndr.de | Tel. 0511 - 27 78 98 99 (Mo bis Fr 9.00 - 17.00 Uhr)

Uraufführung

"Es ist ein ganz besonderer Moment, wenn man eine gerade fertiggestellte Partitur erstmals liest. Niemand hat diese Musik bisher gehört – nur der Komponist in seinem inneren Ohr. Ich lese die Partitur so durch, wie ein Schauspieler wohl ein Drehbuch lesen würde, viele Male, und ich versuche die Form, den Klang und die Botschaft des Stückes insgesamt zu verstehen: zunächst das Tempo und den Rhythmus, dann die Struktur, die Atmosphäre, die Harmonie und Melodie. Aber das Stück wird erst wirklich lebendig, wenn ich auf meine 'Schauspielkollegen' treffe." Andrew Manze über die Uraufführung

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Fagottist Malte Refardt.

Durch die Verlegung des Konzerts in der Reihe Sinfoniekonzerte C in den Kuppelsaal ergibt sich eine Situation, die man durchaus als Chance begreifen kann, bekommen so doch zwei Werke eine Bühne geboten, die sie allemal verdient haben: Anton Bruckners Sinfonie Nr. 7 sowie als Uraufführung das Fagottkonzert "Gottesspur" von Jan Müller-Wieland.

"Neue Musik zu spielen heißt, die Sinne zu öffnen, neue Wege zu gehen, Grenzen zu überschreiten, Untiefen auszuloten, außergewöhnliche Klänge zu suchen und bisweilen auch verrückte Dinge zu tun. Und so war es für mich eine große Freude, mit dem gebürtigen Hamburger Jan Müller-Wieland (der, nebenbei bemerkt, im gleichen Jugendorchester wie ich spielte) im Frühjahr 2016 im Münchner Biergarten zusammenzusitzen und an der Idee eines Konzertes für Fagott, Kontrafagott und Live-Elektronik zu ,spinnen‘. Noch freudiger, dass der NDR und Andrew Manze diese Idee unterstützten und damit die erste große Uraufführung eines Fagottkonzertes seit vielen Jahren ermöglichen. Ich wünsche: Happy New Ears!" Malte Refardt

Gottesspuren

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Komponist Jan Müller-Wieland.

Müller-Wieland, 1966 in Hamburg geboren, zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen deutschen Komponisten. Besonders seine Bühnenwerke nach Texten von Peter Weiss, Oscar Wilde, Goethe und Heine sorgten für Furore. Auch in Hannover stand er mehrfach auf dem Programm, hier vor allem mit Kammermusik. Für einen der daran Beteiligten, den ehemaligen Solo-Fagottisten der NDR Radiophilharmonie, Malte Refardt, schrieb er nun "Gottesspur", ein Konzert für Fagott bzw. Kontrafagott, Elektronik und Orchester. Der Titel des Stücks erklärt sich aus dem unverwechselbaren Klang des Instruments, der etwas Klagendes, Verzweifeltes, manchmal aber auch Komisch-Groteskes hat: "ein Rufen in der Wüste, einsame, innere Laute" (Müller-Wieland). Musikalischer Kern des Konzerts ist ein Bach-Zitat, die Sarabande aus der Cello-Suite Nr. 5, die in Dialog mit Walgesängen tritt.

"Ein toller Mann. Ich liebe britischen Humor. Viele Freunde von mir sind britisch. Insofern kann ich mit Andrew Manzes Zugriff und Denken viel anfangen. Es ist mir eine Ehre, dass er diese Uraufführung macht." Jan Müller-Wieland über Andrew Manze

Nach Gottesspuren in der Musik suchte vor allem ein Komponist: Anton Bruckner. Von ihm ist im Kuppelsaal die Sinfonie Nr. 7 zu hören – nicht nur eines der bekanntesten Werke aus Bruckners sinfonischem Kosmos, sondern auch eines der wenigen, das von Beginn an ungeteilten Beifall fand.

Im Radio

Das Konzert wird am 20. Februar 2020 ab 20 Uhr live auf NDR Kultur gesendet.

Mikrofon im NDR Kultur Sendestudio © NDR.de Foto: Mathias Heller

NDR Kultur Livestream

NDR Kultur

Hören Sie das Konzert am 20. Februar 2020 ab 20 Uhr hier live.

Auftakt mit Edelmann & Cello

Eine Stunde vor Konzertbeginn führt Christian Edelmann, Cellist der NDR Radiophilharmonie, auf der Bühne im Kuppelsaal in das Programm ein.

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