Filmkonzert: Tatort "Im Schmerz geboren"

In der Reihe Freistil brachte die NDR Radiophilharmonie eine Erstaufführung auf die Bühne und zeigte den Tatort "Im Schmerz geboren" als Filmkonzert-Live to Projection. Dieser Tatort ist ein besonderer Krimi, der zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, u.a. den Grimme-Preis. Zwischen Shakespeare-Drama und Western angesiedelt und mit der Bildästhetik eines Quentin Tarantino zieht er das Publikum in seinen Bann: mit viel Stille und einem Soundtrack, in dem insgesamt 23 Ausschnitte aus Werken klassischer Musik verarbeitet sind.

Ein Orchester spielt vor einer Leinwand. © NDR

Tatort "Im Schmerz geboren" als Filmkonzert

"Die Musik macht alles noch viel intensiver": Die NDR Radiophilharmonie und Dirigent Frank Strobel lassen den Tatort "Im Schmerz geboren" als Filmkonzert zum neuen Erlebnis werden.

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Freistil 2
Do, 31.01.2019 | 20 Uhr
Fr, 01.02.2019 | 20 Uhr
Sa, 02.02.2019 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Frank Strobel Dirigent
Maria Grazia Insam Mezzosopran
Goetz Phillip Körner Tenor

Tatort - "Im Schmerz geboren" (hr)
Live to Projection
(Altersempfehlung: ab 16 Jahren)

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Ein Kammerspiel um Freundschaft und Vergeltung, so drastisch und artifiziell, als hätte Shakespeare persönlich Regie geführt. Spektakulär sind hier nicht nur Bildsprache und Erzählweise, sondern auch die opulente Filmmusik, die fast ausschließlich aus klassischen Werken besteht. Höchste Zeit also für eine "Live to projection"-Aufführung im Rahmen der Reihe "Freistil". Am Pult der NDR Radiophilharmonie stand Filmmusik-Experte Frank Strobel.

"'Im Schmerz geboren' ist ein Geniestreich voller Gewalt und Leidenschaft. Mehr Tote und mehr klassische Musik gab es im 'Tatort' bisher nicht." Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Ulrich Tukur ist in dem Film als Hauptkommissar Felix Murot zu sehen.
Musik als emotionaler Rahmen

Strobel hatte bereits für die Verfilmung mehrere Originalwerke eingespielt, damals mit dem hr-Sinfonieorchester: sinfonische Werke von Beethoven, Holst, Brahms und Sibelius, aber auch Stücke von Corelli, Bach, Händel, Chopin und Dvořák, ergänzt durch Ausschnitte aus der Filmmusik zu "Jules et Jim" des französischen Komponisten Georges Delerue. Damit gelang es, den Zitat- und Anspielungsreichtum der Filmhandlung auch auf die akustische Ebene zu transportieren. Während Musik sonst oft dazu dient, Emotionen zu vertiefen, setzt sie hier einen Rahmen, innerhalb dessen das Geschehen mit alttestamentarischem Ingrimm abläuft. Auf diese Weise wird Brutalität gebrochen, jede Szene wie in Goldpapier eingeschlagen.

Generalprobe des Tatort-Filmkonzerts