Dirigent Michael Hofstetter © NDR Foto: wildundleise.de

Bach, Händel und Haydn mit Michael Hofstetter als Dirigent

Stand: 28.07.2022 18:00 Uhr

Dirigentenwechsel: Michael Hofstetter ist für Richard Egarr eingesprungen. Das Programm blieb weitestgehend bestehen.

Kurzfristig musste der ursprünglich eingeplante Dirigent Richard Egarr absagen; stattdessen hat Michael Hofstetter die NDR Radiophilharmonie am Freitag, 24. Juni, geleitet. Hofstetter ist eine der führenden Künstlerpersönlichkeiten im Bereich der Alten Musik und seit der Spielzeit 2021/22 Künstlerischer Leiter des Tölzer Knabenchores.

Das Programm war eine Gegenüberstellung der Giganten Bach und Händel - also echte Highlights des Barockrepertoires. Zudem machte kein Geringerer als Joseph Haydn den Auftakt. Denn er wurde unmittelbar nach Händel und Bach zur prägenden Komponistenpersönlichkeit der Klassik.

4. Barockkonzert
Fr, 24.06.2022 | 18 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

Michael Hofstetter Dirigent
NDR Radiophilharmonie

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 44 e-Moll Hob. I:44 "Trauer-Sinfonie"
Georg Friedrich Händel
"Arrival of the Queen of Sheba" aus "Salomon" HWV 67
Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047
Georg Friedrich Händel
Wassermusik HWV 348–350 (Auszüge)

Downloads
Das Programmheft zum vierten Barockkonzert 2021/22 der NDR Radiophilharmonie © NDR

Barockkonzert mit Michael Hofstetter

Programmheft (PDF) zum Barockkonzert am 24. Juni 2022 in Hannover. Download (616 KB)

Haydns "Trauer-Sinfonie" - ein Werk voller Lebenskraft

Haydns energische Sinfonie Nr. 44 ist spürbar im Geiste des "Sturm und Drang" komponiert. Da passt der berühmte Beiname "Trauer-Sinfonie" eigentlich nicht - und er stammt auch nicht von Haydn selbst. Der soll lediglich geäußert haben, dass er sich den Adagio-Satz dieser Sinfonie als Musikstück zu seiner Beerdigung wünsche. Zum Glück lebte Haydn nach der Entstehung dieser Sinfonie noch 37 Jahre lang und brachte eine Vielzahl weiterer bahnbrechender Werke hervor.

Bachs berühmte "Brandenburgische Konzerte"

Häufig erlangen Werke bekannter Komponisten durch griffige Beinamen noch einmal mehr an Berühmtheit. Mit Bachs "Brandenburgischen Konzerten" verbinden wir sofort bestimmte Klänge, Bilder oder Stimmungen. Aber wie bei Haydns "Trauer-Sinfonie" stammt der Titel der Sammlung gar nicht vom Komponisten selbst. Er verweist lediglich auf den Widmungsträger, Markgraf Christian von Brandenburg. Komponiert wurden die sechs "Konzerte für mehrere Instrumente", wie es bei Bach nüchtern heißt, in Weimar und Köthen. Dabei hatte er ganz konkrete Solisten im Blick. Das Konzert Nr. 2 entstand für die reizvolle Kombination von vier hohen Instrumenten als Solisten: Trompete, Oboe, Flöte und Violine.

Händel-Highlights

Ähnliche Popularität wie die "Brandenburgischen Konzerte" genießt auch Händels "Wassermusik". Hier zumindest liegt die Bezeichnung nahe, denn die insgesamt drei Orchestersuiten waren für eine Freiluftaufführung auf der Themse bestimmt. Der frischgebackene englische König George I., vormals Kurfürst von Hannover, verwöhnte damit sich und seine illustren Gäste. Auch die Einleitung zum Dritten Akt des Oratoriums "Solomon" zählt zu den großen Händel-Hits - erst recht seit sie vom Dirigenten Thomas Beecham zum "Einzug der Königin von Saba" geadelt wurde.

Programmänderung

Anders als ursprünglich geplant entfällt das Orgelkonzert von Georg Friedrich Händel.

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