Zu Gast beim Usedomer Musikfestival

Alan Gilbert im Porträt vor der Skyline der Elbphilharmonie Hamburg © NDR Foto: Peter Hundert
Zu Gast im Kraftwerk Peenemünde! Alan Gilbert dirigiert das NDR Elbphilharmonie Orchester beim Abschlusskonzert des Usedomer Musikfestivals 2020.

Zum Abschluss der Saison im Musikland Mecklenburg-Vorpommern spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester - unter den durch die Corona-Pandemie bedingten Auflagen - auch 2020 im Rahmen des Usedomer Musikfestivals. Unter der Leitung von Alan Gilbert steht unter anderem Camille Saint-Saëns Cellokonzert Nr. 1 auf dem Programm, mit welchem der britische Cellist Sheku Kanneh-Mason sein Debüt beim NDR EO gibt.

Usedomer Musikfestival
Sa, 10.10.2020 | 20 Uhr
Peenemünde, Kraftwerk des Museums (Bahnhofstraße)

Alan Gilbert Dirigent
Sheku Kanneh-Mason Violoncello
NDR Elbphilharmonie Orchester

CAMILLE SAINT-SAËNS
Violoncellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33
ROBERT SCHUMANN
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61
HARALD SÆVERUD
"Kjempeviseslåtten" (Ballade des Aufruhrs) Nr. 5 op. 22

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Sheku Kanneh-Mason am Cello

Als Solist zu Gast beim Abschlusskonzert des Usedomer Musikfestivals 2020 ist der junge britische Cellist Sheku Kanneh-Mason. Spätestens seit seinem im Fernsehen übertragenen Auftritt auf der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle im Mai 2018 ist er einem Billionen-Publikum weltweit bekannt.

Der britische Cellist Sheku Kanneh-Mason im Porträt. © Jake Turney Foto: Jake Turney
Sheku Kanneh-Mason spielt beim Abschlusskonzert des Usedomer Musikfestivals im Kraftwerk Peenemünde das Cellokonzert Nr. 1 von Camille Saint-Saëns.

Aber auch seine Erfolge jenseits des royalen Umfelds sprechen für sich: So hat der 1999 geborene Gewinner des BBC Young Musician Competition 2016 bereits mit Orchestern wie dem City of Birmingham Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique du Radio France und London Symphony Orchestra zusammengearbeitet sowie zwei rekordverdächtig oft verkaufte Alben veröffentlicht.

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2

Aus der französischen Romantik geht es danach in die deutsche, wenn Schumann-Fan Alan Gilbert dessen Zweite Sinfonie dirigiert. "In mir paukt und trompetet es seit einigen Tagen sehr", hatte der schwer erkrankte Robert Schumann im Herbst 1845 an Felix Mendelssohn geschrieben. Das Ergebnis war am Ende seine Zweite Sinfonie in strahlendem C-Dur, die in der Tat vom ersten Takt an mit Pauken und Trompeten auftritt und auch mit solchen endet.

Dazwischen aber erlebt der Hörer etwa im schwindelig-rastlosen Scherzo oder im klagenden, an Bachs "Musikalisches Opfer" anklingenden c-Moll-Adagio das ganze musikalische Spiegelbild der zerrissenen Seele Schumanns - wahrhaft melancholisch-schön, "romantisch" eben!

Orchester und Chor