Esa-Pekka Salonen dirigiert © Minna Hatinen Finnish National Opera and Ballet

Salonen dirigiert Rameau, Berlioz & Salonen

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Im ersten von zwei Programmen, mit denen das NDR Elbphilharmonie Orchester Esa-Pekka Salonen im Januar 2022 in den Mittelpunkt rückt, geht es um antike Mythen und französische Farben.

Selten findet man im heutigen Konzertbusiness so überzeugende Mehrfachbegabungen: Ist Esa-Pekka Salonen komponierender Dirigent oder dirigierender Komponist? Oder komponierender, dirigierender Musikvermittler und Festivalleiter?

Der umtriebige Finne ist aktuell nicht nur Chef des San Francisco Symphony Orchestra und des Philharmonia Orchestra. "Nebenbei" findet der Absolvent der legendären Talentschmiede an der Sibelius-Akademie in Helsinki auch immer wieder Zeit, eindrucksvolle Werke zu schreiben, die in der ganzen Welt von den besten Orchestern aufgeführt werden.

Do, 20.01.2022 | 20 Uhr
Fr, 21.01.2022 | 20 Uhr
So, 23.01.2022 | 11 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Esa-Pekka Salonen Dirigent
NDR Elbphilharmonie Orchester

JEAN-PHILIPPE RAMEAU
Suite aus der Oper "Castor et Pollux"
ESA-PEKKA SALONEN
Gemini
HECTOR BERLIOZ
Symphonie fantastique op. 14

Konzertkarten-Bestellung möglich ab dem 15. Juni 2021, 11 Uhr

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Doch als ob das nicht genug wäre, hat sich Salonen in den vergangenen Jahren auch noch einen Ruf als unermüdlicher Innovator des Musikbetriebs, Pionier digitaler Vermittlungsformen und engagierter Festivalgründer erarbeitet.

Castor und Pollux: Rameau und Salonen

Im ersten Programm der Salonen-Porträtwoche beim NDR Elbphilharmonie Orchester dirigiert der Finne sein 2018/19 uraufgeführtes Werk "Gemini" erstmals in Deutschland. Genau wie die beiden ungleichen Zwillinge der griechisch-römischen Mythologie verbindet seine beiden Sätze "Pollux" und "Castor" eine gemeinsame DNA, wenn auch die musikalischen Erscheinungsbilder völlig unterschiedlich ausfallen.

Passenderweise schickt Salonen seiner eigenen Beschäftigung mit dem antiken Mythos diejenige eines seiner großen französischen Vorgänger voraus: Mit "Castor et Pollux" schuf Jean-Philippe Rameau 1737 seine vielleicht gelungenste Oper, deren Musik - auch in Form zahlreicher instrumentaler Suiten - genau wie die Zwillinge am Ende unsterblich geworden ist. 

Klanggewordener Drogenrausch

Ein weiterer Pionier der französischen Musikgeschichte steht dann nach der Pause auf dem Programm: Hector Berlioz und seine berühmte "Symphonie fantastique", die in revolutionären, effektvollen Orchesterfarben die Liebessehnsucht und den Opiumrausch eines leidenschaftlichen Künstlers nachzeichnet.

weiterer Konzerttermin
Probenszene: Esa-Pekka Salonen dirigiert © Benjaming Suomela

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