Klassik Kompakt: Krzysztof Urbański

Krzysztof Urbański ist seit seinem umjubelten Debüt 2009 regelmäßiger Gast des NDR Elbphilharmonie Orchesters. In der Saison 2015/2016 hat er als Erster Gastdirigent des Orchesters die Nachfolge von Alan Gilbert angetreten.

Gemeinsam mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester ließ Krzysztof Urbański in den ersten beiden Stundenkonzerten der Saison dem zu Unrecht zu wenig gespielten Komponisten Mieczysław Weinberg späte Gerechtigkeit widerfahren. Ligetis Avantgarde-Klassiker "Atmosphères" lieferte den ätherischen Einstieg in das Konzert.

So, 15.12.2019 | 16 Uhr
So, 15.12.2019 | 18.30 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Krzysztof Urbański Dirigent
NDR Elbphilharmonie Orchester

GYÖRGY LIGETI
Atmosphères
MIECZYSŁAW WEINBERG
Sinfonie Nr. 3 h-Moll op. 45

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Späte Gerechtigkeit

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Mieczysław Weinberg (hier in einer Aufnahme aus den 1950er-Jahren) und Schostakowitsch schätzten sich gegenseitig sehr.

Es gibt viele Künstler, denen das Schicksal zu Lebzeiten übel mitspielte und denen erst nach ihrem Tod Gerechtigkeit widerfährt. Einer, der besondere Aufmerksamkeit verdient, ist der polnisch-russische Komponist Mieczysław Weinberg. Er hatte unter gleich zwei Diktaturen - der deutschen und der sowjetischen - zu leiden und stand ständig im Schatten seines Freundes Dmitrij Schostakowitsch.

Noch vor zehn Jahren kannte kaum jemand den Komponisten mit dem schwer aussprechlichen Vornamen. Mittlerweile jedoch hat sich etwas getan – und es ist Zeit, dass auch die Sinfonik des Schostakowitsch-Verehrers in die Elbphilharmonie Einzug hält. Krzysztof Urbański präsentierte die Dritte Sinfonie, in der Weinberg Volksmusik aus Polen und Weißrussland verarbeitete.