Dirigent Alan Gilbert im Porträt © NDR Foto: Peter Hundert

Live im Radio: Alan Gilbert mit dem NDR EO

Stand: 03.11.2020 16:00 Uhr

Unter Leitung von Alan Gilbert spielte das NDR Elbphilharmonie Orchester Werke von Beethoven, Brahms und Sibelius. Das Konzert fand exklusiv auf NDR Kultur statt.

Das Konzert zum Nachhören

Dirigent Alan Gilbert auf dem Dach der Elbphilharmonie Hamburg © NDR Foto: Peter Hundert

AUDIO: Alan Gilbert dirigiert Beethoven, Brahms und Sibelius (73 Min)

Eigentlich sollten in dieser Woche gleich an drei Tagen Konzerte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Chefdirigent Alan Gilbert und mit dem schwedischen Klarinettisten Martin Fröst stattfinden. Das alles musste aufgrund der neuen Corona-Beschränkungen leider abgesagt werden.

Live auf NDR Kultur: Fr, 06.11.2020 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Alan Gilbert Dirigent
NDR Elbphilharmonie Orchester

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel "Egmont" f-Moll op. 84
JOHANNES BRAHMS
Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op. 56a
JEAN SIBELIUS
Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105

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Nachgeholt: Beethovens "Egmont-Ouvertüre"

Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Orchesters wird dabei zunächst jenes Stück nachgeholt, das eigentlich beim großen Jubiläumskonzert am vergangenen Freitag auf dem Programm stehen sollte: Beethovens Ouvertüre zu Goethes Freiheits-Epos "Egmont", mit der das NDR Elbphilharmonie Orchester im Herbst 1945 einst auch sein erstes öffentliches Konzert eröffnete und damit ein starkes Signal für den Aufbruch in ein neues Zeitalter des Friedens und der Gerechtigkeit setzte.

Weitere Informationen
Screenshot: Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester im Großen Saal der Elbphilharmonie ohne Publikum © NDR
117 Min

Jubiläumskonzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters

Nach Brahms' Doppelkonzert mit Julia Fischer und Daniel Müller-Schott dirigiert Alan Gilbert Tschaikowskys 5. Sinfonie. 117 Min

Johannes Brahms' Haydn-Variationen  

Dirigent Alan Gilbert auf dem Dach der Elbphilharmonie Hamburg © NDR Foto: Peter Hundert
Trotz des erneuten Lockdowns ist das NDR EO unter der Leitung von Alan Gilbert am Freitagabend live aus der Elbphilharmonie im Radio zu hören.

Mit den "Haydn-Variationen" wollte Johannes Brahms dem verehrten Meister der Wiener Klassik ein Denkmal setzen - was ziemlich schiefging. Nicht etwa musikalisch, denn das 1873 entstandene Orchesterstück ist überaus gelungen, fein instrumentiert und ein großer Schritt auf Brahms' Weg zur Sinfonie.

Aber das Thema, das der musikhistorisch interessierte Komponist einer fälschlicherweise Haydn zugeschriebenen "Feldpartita" entnahm, hatte als burgenländischer Wallfahrtsgesang eher wenig mit dem gewürdigten Komponisten zu tun. "Shit happens"… und wenn es zu solchen Ergebnissen führt, ist das sogar ganz gut so!

 Jean Sibelius: Ein "Fließen-Lassen" der Musik

In eine ganz andere Welt entführt darauf hin Jean Sibelius' Siebte Sinfonie. Mit einem betont natürlichen "Fließen-Lassen" der Musik im Rahmen eines einzigen langen Satzes verabschiedete sich Sibelius von allen Erwartungen an eine Sinfonie wie auch von der Gattung, ja, vom Komponistendasein selbst.

Die Siebte sollte die letzte Sinfonie des großen Finnen bleiben, bevor er sich drei Jahrzehnte vor seinem Tod zur Ruhe setzte. Von manchen Kritikern einerseits als zu konservativ oder "filmmusikalisch" verurteilt, sollten die lichten Streicherklänge der Siebten andererseits noch von den Pionieren der Spektralmusik in den 1980er Jahren in Paris als Kultmusik verehrt werden.

Orchester und Chor