Stand: 13.09.2019 12:30 Uhr

"Kraft" & Schostakowitsch

Von Alan Gilberts Repertoire-Bandbreite und seiner musikalischen Offenheit in alle Richtungen zeugen die insgesamt acht Konzerte im Rahmen des Festivals "Klingt nach Gilbert" zum Amtsantritt des neuen Chefdirigenten des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Im zweiten Programm traf Magnus Lindbergs gewaltiges Opus "Kraft", das den Großen Saal der Elbphilharmonie mächtig durchrüttelte, auf die beiden Schostakowitsch-Klavierkonzerte, interpretiert von Star-Pianistin Yuja Wang.

#KLINGTnachGILBERT: Yuja Wang & "Kraft"

#KLINGTnachGILBERT
Do, 12.09.2019 | 20 Uhr
Fr, 13.09.2019 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils um 19 Uhr im Großen Saal

Yuja Wang Klavier
Magnus Lindberg Klavier
Gaspare Buonomano Klarinette
Andreas Grünkorn Violoncello
Thomas Schwarz Schlagzeug
Stefan Cürlis Schlagzeug
Juhani Liimatainen Live-Elektronik
Alan Gilbert Dirigent
NDR Elbphilharmonie Orchester

DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
· Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll op. 35
· Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur op. 102
MAGNUS LINDBERG
Kraft
für Solo-Ensemble, Live-Elektronik und Orchester

Radiotipp:
Das Konzert wird am 20. September 2019 um 20 Uhr auf NDR Kultur gesendet.

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Pianistin Yuja Wang begeistert mit schier überirdischen technischen Fähigkeiten und tiefgründigen Interpretationen.
Yuja Wang - unangepasst und atemberaubend

Als "spöttische Herausforderung" für den Konzertbetrieb bezeichnete Dmitrij Schostakowitsch einst sein parodistisches erstes Klavierkonzert. Es ist damit wie gemacht für eine im besten Sinne unangepasste Pianistin wie Yuja Wang. Mit ihren extravaganten Auftritten, ihrer schier überirdischen Technik und ihren leidenschaftlichen, tiefgründigen Interpretationen raubt sie dem Publikum den Atem.

Magnus Lindberg - vom Punk inspiriert

Auch der Finne Magnus Lindberg hält nicht viel von festgelegten Erwartungen: "Ich bin Avantgardist, aber das heißt nicht, dass man mitten im Stück Bäume fällen muss."

In seinem 1985 komponierten Durchbruchswerk "Kraft" verzichtet er insofern zwar auf Abholzungen, dafür passiert sonst ziemlich viel in der Richtung: Das groß angelegte Orchesterstück mit ungewöhnlichen Percussion-Instrumenten wie Steinen, Metallspiralen, Ketten, Weingläsern und Tontöpfen wird mittels eines vom Komponisten selbst geschriebenen Computerprogramms organisiert. Die Musik ist von einer Direktheit, wie man sie sonst nur aus der Punkszene kennt, von der sich Lindberg in Berlin inspirieren ließ.

Screenshot: Komponist Magnus Lindberg (rechts) mit Schlagzeuger Thomas Schwarz (links) auf dem Schrottplatz. © NDR Foto: Veronika Emily Pohl

"Kraft" - Magnus Lindberg auf dem Schrottplatz

"Musik hat mit Emotionen zu tun! Sie ist ein Erlebnis", so Magnus Lindberg. Für "Kraft" sammelt der finnische Komponist mit Musikern des NDR EO ungewöhnliche Klanginstrumente - auf dem Schrottplatz.

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