Jetzt nachschauen: "Le Grand Macabre"

"Ein berauschender Erfolg, eine brillante Präsentation von Ligetis respekteinflößender Partitur und eine entwaffnende Produktion. Das Publikum lachte pausenlos und war begeistert." So urteilte "The New York Times" nach drei ausverkauften Aufführungen von György Ligetis Oper "Le Grand Macabre", mit denen Alan Gilbert diesen Meilenstein des modernen Musiktheaters im Mai 2010 erstmals nach New York brachte. Für das Internationale Musikfest Hamburg mit Schwerpunkt auf der Musik Ligetis hatte das NDR Elbphilharmonie Orchester die viel gerühmte Produktion in einer für die Elbphilharmonie adaptierten Fassung auch nach Hamburg gebracht.

Jetzt noch einmal erleben

Das Konzert vom 13. Mai wurde live im Video-Webstream in der NDR EO App und auf NDR.de/eo übertragen und steht nun als Video-on-Demand für 12 Monate zur Verfügung.

Internationales Musikfest Hamburg
Fr, 10.05.2019 | 20 Uhr
So, 12.05.2019 | 20 Uhr
Mo, 13.05.2019 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Habakuk Traber jeweils um 19 Uhr im Großen Saal

Elizabeth Watts Amanda
Marta Fontanals-Simmons Amando
Mark Schowalter Piet vom Fass
Werner Van Mechelen Nekrotzar
Wilbur Pauley Astradamors
Heidi Melton Mescalina
Claire de Sévigné Venus
Anthony Roth Costanzo Fürst Go-Go
John Relyea Schwarzer Minister
Andrew Dickinson Weißer Minister
Audrey Luna Chef der Gepopo
Rob Besserer Atmosphericist
Dávid Csizmár Ruffiack
Christoph Liebold Schobiack
Fabian Kuhnen Schabernack
Dirigent Alan Gilbert
Musikal. Assistenz Volker Krafft
NDR Elbphilharmonie Orchester
NDR Chor

Catherine Zuber Kostüme
Clifton Taylor Lichtdesign
Doug Fitch Regie

GYÖRGY LIGETI
Le Grand Macabre -
Oper in zwei Akten
(szenische Aufführung in englischer Sprache)

in Kooperation mit HamburgMusik

Original production by Giants Are Small directed by Doug Fitch and produced by Edouard Getaz. Adaptation by Elbphilharmonie Hamburg and NDR © 2019 Giants Are Small LP. All rights reserved.

Radio-Tipp:
Das Konzert am 10. Mai wird live von NDR Kultur im Radio übertragen.

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Schrill, bunt und spektakulär

"Le Grand Macabre" ist eine groteske Parabel auf den Untergang der Menschheit, "eine Oper über die Existenzkrise in der modernen Welt, über die Suche nach dem Sinn des Lebens - bei all seinem Unsinn und aller Verrücktheit", konstatiert Alan Gilbert. Das rabenschwarze Musiktheater-Spektakel sei ein "unglaublich wichtiges Stück" und nicht zufällig die weltweit meistaufgeführte zeitgenössische Oper.

Videos
04:49

György Ligetis "Le Grand Macabre"

"Es ist keine Musik für alle", so György Ligeti über seine sogenannte "Anti-Anti-Oper". Mit Autohupen und Humor spricht er über sein Bühnenspektakel rund um den Höllenfürsten Nekrotzar. Video (04:49 min)

Ihre Handlung spielt im "soundsovielten Jahrhundert" und kommt in Gang, als Nekrotzar, der personifizierte Tod selbst, aus einem Grab steigt und die Vernichtung der Menschheit beim Läuten der Mitternachtsglocke prophezeit.

In Ligetis imaginärem "Breughelland" reagieren illustre Figuren jeweils auf ihre Weise auf diese Botschaft: Der Trinker "Piet vom Fass" wird zum Sklaven des "Grand Macabre" Nekrotzar; der Astrologe Astradamors ist froh, seine lüsterne Domina-Ehefrau loszuwerden; dem infantilen Fürsten Gogo verkündet der Chef der "Geheimen Politischen Polizei" einen von der unheilvollen Nachricht ausgelösten Volksauflauf; und die Liebenden Amanda und Amando kriegen während ihres Schäferstündchens von der bevorstehenden Katastrophe erst gar nichts mit. Am Ende scheitert die Vernichtung der Menschheit übrigens, weil Nekrotzar zu betrunken ist …

"Le Grand Macabre": Spektakel in der Elphi

Ein theatralische "Tour de Force"

Ligetis Musik unterstreicht diese wilde theatralische "Tour de Force" mit einem ganzen Arsenal aus Klängen, Geräuschen, Anklängen an die Tradition und Parodien. Als Ouvertüre dient ein Konzert für zwölf Autohupen, an anderer Stelle wird die Zwölftonmusik durch den Kakao gezogen oder Franz Schubert zitiert.

Rhythmisch vertrackte Ensembles und haarsträubende Koloraturen verlangen den Akteuren musikalische wie darstellerische Höchstleistungen ab. Und durch die Multimedia-Inszenierung von Doug Fitch, die mit live animierten Videoprojektionen und schrillen Science-Fiction-Kostümen von Catherine Zuber daherkommt, wird der Rahmen konzertanter Oper fantasievoll gesprengt.

NDR EO beim Internationalen Musikfest Hamburg

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Andris Poga & Christian Tetzlaff

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Der Hamburger Geiger Christian Tetzlaff war zu Gast beim NDR EO in der Elbphilharmonie und spielte Ligetis Violinkonzert. Nach der Pause dirigierte Andris Poga Werke von Vasks und Sibelius. mehr

Klassik Kompakt: Andris Poga

26.05.2019 16:00 Uhr und weitere Termine
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Mit Werken von Sibelius und Vasks beschließt das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Leitung von Andris Poga die Reihe der einstündigen "Klassik Kompakt"-Konzerte. mehr