Geigerin Vilde Frang im Porträt vor einem lichtdurchfluteten Fenster © Marco Borggreve Foto: Marco Borggreve

Mikko Franck & Vilde Frang

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Berührend und virtuos: Vilde Frang spielt Schostakowitschs erstes Violinkonzert mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester. Der finnische Dirigent Mikko Franck gibt sein Debüt.

Mit Franck, Frang und Frack ins Konzert! So heißt es für die Musiker des NDR Elbphilharmonie Orchesters am 9. und 10. Juni 2022. Bei seinem Debüt am Pult des Orchesters dirigiert der Finne Mikko Franck, Chef des Orchestre Philharmonique de Radio France, die d-Moll-Sinfonie seines Namensvetters César Franck.

Do, 09.06.2022 | 20 Uhr
Fr, 10.06.2022 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Mikko Franck Dirigent
Vilde Frang Violine
NDR Elbphilharmonie Orchester

DIMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77
CÉSAR FRANCK
Sinfonie d-Moll

Solange Corona-bedingte Einschränkungen gelten, gehen die Tickets für die Konzerte 2022 jeweils am ersten Dienstag des Vormonats in den Verkauf.

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Dirigent Mikko Franck im Porträt © Radio France / Christophe Abramowitz Foto: Christophe Abramowitz
Mikko Franck debütiert beim NDR EO mit einem Werk seines - nicht verwandten -Namensvetters.

Francks Sinfonie ist eine Art Monolith der französischen Romantik, die eigentlich um die "deutsche" Gattung der Sinfonie einen großen Bogen machte. Nicht so der aus dem deutsch-belgisch-französischen Ländereck stammende César Franck, der in seiner Partitur eine eindrucksvolle Verbindung aus "neudeutscher", sehr frei schweifender Wagnerscher Harmonik und französischem Esprit herstellte.

Musikalischer Widerstand

Solistin des Abends ist die junge norwegische Geigerin Vilde Frang, die sich mit ihrem wunderbaren Ton, ihren intelligenten wie ausdrucksstarken Interpretationen und ihrer klugen Repertoirewahl innerhalb weniger Jahre ganz an die Spitze der Zunft gespielt hat.

Zum wiederholten Mal gastiert sie beim NDR Elbphilharmonie Orchester, diesmal mit Dmitrij Schostakowitschs berührendem wie virtuosem Violinkonzert Nr. 1. Der zur inneren Emigration gezwungene Komponist brachte darin versteckt seine kritische Haltung gegenüber der repressiven sowjetischen Kulturpolitik zum Ausdruck.

Orchester und Chor