Das Noah Quartett (Ensemblebild): Alexandra Psareva, Michael Stürzinger, Erik Wenbo Xu und Bettina Barbara Bertsch (v.l.n.r.) © Gela Megrelidze

Besetzungsänderung: Antoine Tamestit & Noah Quartett

Stand: 09.09.2022 09:00 Uhr

Aufgrund von Krankheit muss Alan Gilbert seine Mitwirkung für das Kammerkonzert leider absagen. Statt seiner spielt nun Antoine Tamestit gemeinsam mit dem Noah Quartett.

Wir sind dankbar, dass Weltklasse-Bratschist Antoine Tamestit, der diese Woche mit dem NDR Elbphilharmonie Orchster gastiert, für dieses Konzert gewonnen werden konnte. Das Programm bleibt unverändert.

Bitte tagesaktuelle Corona-Regelungen beachten

Das Konzert findet nach den am Veranstaltungstag gültigen Corona-Regeln für Hamburg statt.

Bitte beachten Sie die Besetzungsänderung!
Sa, 10.09.2022 | 20 Uhr
Hamburg, Rolf-Liebermann-Studio (Oberstraße 120)

Noah Quartett:
Alexandra Psareva Violine
Michael Stürzinger Violine
Erik Wenbo Xu Viola
Bettina Barbara Bertsch Violoncello

Antoine Tamestit Viola (für Alan Gilbert)

ANTON WEBERN
Langsamer Satz für Streichquartett
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Streichquintett in D-Dur KV 593
JOHANNES BRAHMS
Streichquintett in G-Dur op. 111

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Antoine Tamestit im Kammerkonzert an der Bratsche

Bratsche Antoine Tamestit: Porträt ohne Bratsche © Julien Mignot Foto: Julien Mignot
Antoine Tamestit, der diese Woche ohnehin mit dem NDR EO spielt, vertritt den erkrankten Alan Gilbert im Kammerkonzert "Science and Sounds".

Das 2016 gegründete Noah Quartett spielt besteht aus vier besonders kammermusikbegeisterten und -erfahrenen Mitgliedern des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Zusammen mit Antoine Tamestit interpretieren die Streicherinnen und Streicher an zwei Violinen, zwei Bratschen und einem Cello Werke von Mozart und Brahms. Dabei war der erstere klares Vorbild des letzteren: Mit seinen sechs Streichquintetten schuf Mozart exemplarische, von Brahms bewunderte Beiträge zu dieser noch etwas klangvolleren Schwestergattung des Streichquartetts.

Das D-Dur-Quintett KV 593, ein Jahr vor Mozarts frühem Tod entstanden, erklang dabei erstmals am denkwürdigen Abend des 14. Dezember 1790: Es war das letzte Mal, dass die beiden Freunde Mozart und Joseph Haydn sich sahen und miteinander musizierten. Haydn war dabei vom Werk seines jüngeren Kollegen so beeindruckt, dass er einige Ideen daraus in seine kurz darauf in London komponierten Sinfonien integrierte.

Brahms' vorläufiges Abschiedswerk

Ein Werk des Abschieds ist auch das 100 Jahre später entstandene G-Dur-Quintett von Johannes Brahms: Mit diesem Stück erklärte der Meister sein Schaffen im Jahr 1890 vorläufig für beendet - bevor er dann doch noch einige Stücke für Klarinette schrieb. Noch einmal zog er eine großartige Bilanz all seiner Errungenschaften in der Kammermusik - und griff vielleicht sogar auf Ideen für eine geplante Fünfte Sinfonie zurück. Gleich der erste Satz des Quintetts hebt jedenfalls in geradezu orchestraler Geste an.

Webern - fast wie Brahms

Eröffnet wird das Konzert von einem Frühwerk des späteren Zwölftöners Anton Webern: Im Jahr 1905, noch vor seinem offiziellen "Opus 1", schrieb der junge Schüler Arnold Schönbergs einen einzelnen Satz für Streichquartett, der noch ganz in der romantischen Tradition eines Johannes Brahms steht - mit dem ein oder anderen Vorgeschmack des Aufbruchs zu neuen Ufern.

Musik und Medizin

Das Konzert bildet den musikalischen Abschluss für den international bedeutsamen Kongress zum Thema Musik und Medizin mit dem Titel "Science and Sounds". Damit wird gleichzeitig die ertragreiche Kooperation zwischen den "Freunden des NDR Elbphilharmonie Orchesters e.V." und dem UKE unterstrichen.

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