Ensemblebild am Strand: Das Noah Quartett mit Alexandra Psareva, Michael Stürzinger, Bettina Barbara Bertsch und Erik Wenbo Xu (v.l.n.r.) © Gela Megrelidze

Noah Quartett spielt Dvořák, Bartók und Mendelssohn

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Beim seinem Kammerkonzert im Kleinen Saal der Elbphilharmonie spielt das Noah Quartett Werke von Dvořák, Bartók, Mendelssohn.

Das Noah Quartett, bestehend aus Alexandra Psareva, Michael Stürzinger, Erik Wenbo Xu und Bettina Barbara Bertsch aus dem NDR Elbphilharmonie Orchester, präsentiert in diesem Programm die erstaunliche Vielseitigkeit des Genres "Streichquartett".

Di, 16.11.2021 | 19.30 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Noah Quartett
Alexandra Psareva Violine
Michael Stürzinger Violine
Erik Wenbo Xu Viola
Bettina Barbara Bertsch Violoncello

ANTONÍN DVOŘÁK
Auswahl aus den 12 Zypressen B 152
BÉLA BARTÓK
Streichquartett Nr. 4, Sz 91
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Streichquartett Es-Dur op. 44 Nr. 3

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Wortlose Liebeslieder

Mit einer Auswahl aus Antonín Dvořáks "Zwölf Zypressen" macht ein ungewöhnliches Werk den Auftakt: Ursprünglich als Klavierwerk geschrieben, formte Dvořák es zu einem Streichquartett um, das sich nicht an die bisherigen Normen des Genres hält. Die vertonten Gedichte sind Liebeslieder an eine vom jungen Komponisten umschwärmte Sängerin.

In den beinahe plastisch gezeichneten lyrischen Musikstücken scheinen sich Liebesfantasie und Realität zu vermischen, sie zeichnen voll zärtlicher Leichtigkeit das musikalische Porträt einer jungen Frau - und feiern ganz den Augenblick.

Hämmernde Bartók-Pizzicati

Auch Béla Bartók hält sich bei Streichquartett Nr. 4, Sz 91 an keine sonst üblichen Vorgaben, er baut sein fünfsätziges Quartett vom Mittelteil her auf: "Der langsame Satz bildet den Kern des Werkes, die übrigen schichten sich um diesen", beschreibt er selbst sein Vorgehen.

Dabei kontrastiert er die Sätze durch gegensätzliche Charakterfärbungen. Die von Dämpfern gedrosselten Instrumente flirren im zweiten Satz geheimnisumwoben, während im vierten pochende Pizzicati den Takt vor sich hertreiben. Das heftige Anreißen der Seite erhielt durch Bartóks exzessiven Einsatz sogar einen eigenen Namen: Bartók-Pizzicato.

Virtuose Spielfreude

Den Abschluss macht ein beinahe klassizistisches Werk. Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett Es-Dur op. 44 Nr. 3 kann als ehrfürchtige Verbeugung vor den großen Meistern verstanden werden, es spielt mit Anklängen und Zitaten von Mozart, Schubert und Beethoven. Aber hoch darüber thront die virtuose Spielfreude Mendelssohn’scher Leichtigkeit.

Die Wandverkleidung im Kleinen Saal der Elbphilharmonie © Christian Spielmann / NDR Foto: Christian Spielmann

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