Komponistin Olga Neuwirth © Harald Hoffmann Foto: Harald Hoffmann

Elbphilharmonie Visions: Olga Neuwirth & Helmut Lachenmann

Stand: 28.04.2020 11:00 Uhr

Die Biennale der Neuen Musik bringt moderne Klänge nach Hamburg. Im Eröffnungskonzert mit Alan Gilbert stehen Werke von Olga Neuwirth und Helmut Lachenmann auf dem Programm.

Visions S01E01 - Eröffnungskonzert
Fr, 19.02.2021 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Alan Gilbert Dirigent
NDR Elbphilharmonie Orchester

OLGA NEUWIRTH
Masaot / Clocks without Hands für Orchester
HELMUT LACHENMANN
My Melodies - Musik für acht Hörner und Orchester

In Kooperation mit HamburgMusik und NDR das neue werk

Karten können ab sofort bestellt werden, die Bezahlung erfolgt sechs Wochen vor dem Konzert (weitere Informationen hier).

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Musik des 21. Jahrhunderts

Eine Momentaufnahme der aktuellen Musikwelt will die neue Biennale "Elbphilharmonie Visions" sein, sagt Alan Gilbert. Der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters hat das Festival initiiert und dirigiert natürlich das Eröffnungskonzert.

Biennale
Blick auf die gewellten Glastüren der Elbphilharmonie.  Foto: Michael Zapf

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Auf dem Programm stehen junge Erfolgsstücke zweier alter Hasen der Neue-Musik-Szene: Olga Neuwirths 2015 uraufgeführtes Werk "Masaot / Clocks without Hands" und Helmut Lachenmanns "My Melodies" von 2018.

Farbintensive Klänge von Neuwirth und Lachenmann

Als einen "überdrehten Jahrmarkt der Illusionen und Allusionen" bezeichnete die Presse Olga Neuwirths Komposition. Die Österreicherin schrieb sie als Hommage an die Kindheit ihres Großvaters an der Donau. Heraus kam eine Art Gustav Mahler des 21. Jahrhunderts, ein packendes Glanzstück gebrochener Traditionen.

Ähnlich Persönliches lässt der Titel von Helmut Lachenmanns jüngstem Orchesterwerk erwarten. "My Melodies - Musik für acht Hörner und Orchester" - ein Stück mit Waldhorn-Romantik und nostalgischen Liedern? Ist der selbsternannte "Schrecken vom Dienst" zahm geworden? Fehlanzeige! "Schöne Klänge" im altmodischen Sinn sucht man bei Lachenmann vergeblich. Dafür eröffnen sich ganz neue Horizonte: Melodiefetzen, Geräusche und Soli der Horngruppe vereinen sich zu ungeahnt farbintensiven Zusammenklängen.

Orchester und Chor