Carlos Miguel Prieto im Porträt vor weißer Wand © Benjamin Ealovega

Abgesagt - NDR Jugendsinfonieorchester mit Prieto & Lonquich

Stand: 16.03.2021 15:00 Uhr

Die Veranstaltung kann aufgrund der aktuellen COVID-19 Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen leider nicht stattfinden.

Details zur Erstattung finden Sie auf folgender Seite unseres Vertriebspartners, der Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft: Informationen zur Ticketerstattung abgesagter Veranstaltungen.

Spielbetrieb bis mindestens 9. April 2021 eingestellt

Die geltenden Corona-Einschränkungen wurden bis zum 21. März verlängert. Auf Basis der bundesweit definierten Rahmenbedingungen und abhängig von der Entwicklung des Inzidenzwertes wird sich der Hamburger Senat voraussichtlich am 22. März mit möglichen Öffnungsszenarien für Theater und Konzerthäuser befassen. Da für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Elbphilharmonie und Laeiszhalle etwa zwei Wochen Vorlaufzeit benötigt werden, bleiben beide Häuser bis mindestens 9. April geschlossen.

Strawinsky-Festival
ABGESAGT: Mi, 07.04.2021 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Carlos Miguel Prieto Dirigent
Alexander Lonquich Klavier
NDR Jugendsinfonieorchester

IGOR STRAWINSKY
· Le Chant du Rossignol
· Konzert für Klavier und Bläser
· Scherzo fantastique op. 3
· Sinfonie in drei Sätzen

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Das NDR Jugendsinfonieorchester hat sich unter der Leitung von Carlos Miguel Prieto zum Strawinsky-Festival ein ganz besonderes Programm vorgenommen. Zwei wichtige Stücke aus der neoklassizistischen Phase, die "Sinfonie in drei Sätzen" sowie das Konzert für Klavier und Bläser, sind eingerahmt von zwei der virtuosesten Stücke seiner Werkliste, die man mit Recht als echte "orchestral showpieces“ bezeichnen kann: Dem Scherzo fantastique von 1908 und "Le Chant du rossignol“, einer sinfonischen Neubearbeitung aus seiner Oper "Le rossignol" von 1914. Solist ist der Pianist Alexander Lonquich, der im Rahmen des Festivals auch das Nachtstudio zu Strawinskys Todestag gestaltet.

Vier Stücke - vier unterschiedliche Orchesterwelten Strawinskys 

Das Scherzo fantastique ist das früheste Stück Strawinskys, das im Rahmen des Festivals zu  hören sein wird. Die ungefähr 12minütige, aufwendige Orchesteretüde gehörte zu den ersten Stücken, die der Ballett-Impresario Serge Diaghilew von Strawinsky in St. Petersburg hörte. Er verpflichtete ihn zu den Ballets Russes bahnte dem jungen Komponisten damit den Weg zu einer sofortigen internationalen Karriere …

Pianist Alexander Lonquich im Porträt © cecopatp photography
Alexander Lonquich war in der Saison 2015/2016 Residenzkünstler des NDR Elbphilharmonie Orchesters.

Auch "Le Chant du rossignol"“ ist noch für die Ballets Russes geschrieben. Die Bühnenpremiere des Stücks fand im Mai 1920 an der Pariser Opéra Garnier statt, in einer Ausstattung von Henri Matisse. Strawinsky bediente sich für das Sujet dieser ungemein farbreichen Partitur eines chinesischen Märchens von Hans Christian Andersen. Das Konzert für Klavier und Bläser steht ein wenig im Schatten des viel häufiger gespielten Capriccio für Klavier und Orchester, steht diesem aber an Virtuosität und Spielfreude keinesfalls nach – entstanden ist es 1923/24. Seine Klavierkonzerte schrieb Strawinsky natürlich für sich selbst, war er in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts doch ein vielgefragter Klavier-Interpret zahlreicher seiner Werke. Für das Strawinsky-Festival wird Pianist Alexander Lonquich, ehemaliger Artist in Residence des NDR Elbphilharmonie Orchesters, das Werk eigens einstudieren und in Hamburg zum ersten Mal zur Aufführung bringen.  

Ein symphonisches Hauptwerk Strawinskys

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Screenshot: Musiker des NDR Jugendsinfonieorchesters während einer Probe in der Elbphilharmonie Hamburg © NDR Foto: Screenshot

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Symphonisches Hauptwerk dieses Konzerts ist dann Strawinskys dreisätzige Sinfonie, entstanden in den Jahren 1942 bis 1945 und wohl sein wichtigster Beitrag zu dieser traditionellen Gattung. Es ist nicht zuletzt ein Porträt  des "amerikanischen" Strawinsky - hinsichtlich der Behandlung des Orchesters, der stilistischen Vielseitigkeit, des optimistischen Gestus einer neuen Freiheit im symphonischen Zugriff. Im Jahr der Fertigstellung  dieses Stücks wurde Strawinsky amerikanischer Staatsbürger.  

Der mexikanisch-amerikanische Dirigent Carlos Miguel Prieto war bereits mehrfach beim NDR Elbphilharmonie Orchester zu  Gast. Besonders gut in Erinnerung sind sein herausragendes Konzert im Rahmen eines Alberto Ginastera gewidmeten Konzertwochenendes - und sein Einsatz für eines der vergessenen Hauptwerke von Iannis Xenakis, "Jonchaies", vom Publikum der Elbphilharmonie in der vergangenen Saison mit Ovationen gefeiert.

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