Beethovens "Missa solemnis"

Dieses Werk hielt der große Meister selbst für sein größtes: die "Missa solemnis". Mit ihr eröffneten Thomas Hengelbrock und das NDR Elbphilharmonie Orchester gemeinsam mit den Chören vom Bayrischen Rundfunk und dem NDR sowie einem Quartett Gesangssolisten das dritte Internationale Musikfest Hamburg.

Screenshot: Thomas Hengelbrock © NDR

Hengelbrock über Beethovens "Missa solemnis"

"Eine große Messe, doch nicht für die Kirche geschrieben - und uns bis heute voraus", so Thomas Hengelbrock über Ludwig van Beethovens "Missa solemnis".

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Neubesetzung

Die Altistin Wiebke Lehmkuhl war leider erkrankt und hatte ihre Auftritte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester leider absagen müssen. Für sie sang Stefanie Irányi.

Eröffnungskonzert des Internationalen Musikfests Hamburg
Fr, 27.04.2018 | 20 Uhr
Sa, 28.04.2018 | 20 Uhr
So, 29.04.2018 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen von Julius Heile jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Thomas Hengelbrock Dirigent
Genia Kühmeier Sopran
Stefanie Irányi Alt
Andrew Staples Tenor
Georg Zeppenfeld Bass
Chor des Bayerischen Rundfunks
NDR Chor
NDR Elbphilharmonie Orchester

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Missa solemnis D-Dur op. 123

In Kooperation mit HamburgMusik gGmbH

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Eigentlich hatte Ludwig van Beethoven eine feierliche Messe zur Inthronisation seines Gönners Erzherzog Rudolph als Erzbischof von Olmütz schreiben wollen. Doch bis zum vorgesehenen Termin hatte er erst das Kyrie fertiggestellt. Von da an verliert sich jede Bindung an einen konkreten Anlass und die Vorgaben der Liturgie.

"Von Herzen möge es wieder zu Herzen gehen"

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Ludwig van Beethovens Karriere begann zunächst als Klaviervirtuose. Als Komponist gehört er heute zum Kanon der Allergrößten.

Das Werk wird zu Beethovens persönlichster Auseinandersetzung mit Glaubensfragen und steht nicht nur zeitlich neben seiner Neunten Sinfonie mit ihrem menschheitsumspannenden Schlusschor. Zur Vorbereitung beschäftigte sich der Komponist mit den Werken seiner Vorgänger, studiert die "Kirchenmelodien der Mönche" und machte sich Gedanken über "wahre Kirchenmusik".

Bei "Singenden und Zuhörenden religiöse Gefühle zu erwecken und dauernd zu machen", wird Beethovens erklärtes Ziel. Ganz in diesem Sinne schreibt er an einer Stelle in die Partitur die berühmt gewordene Anweisung: "Von Herzen möge es wieder zu Herzen gehen".

Ein Oratorium im Konzertsaal

Im Jahr 1823, drei Jahre nach dem geplanten Termin, ist die Feierliche Messe endlich vollendet. Von einer Bindung an den kirchlichen Rahmen ist der Komponist da bereits abgerückt. Man könne die Messe auch als "Oratorium" im Konzertsaal aufführen, schreibt er an Goethe. Die Ausführenden stellt Beethovens "größtes Werk" bis heute vor immense Probleme; Solisten und Chor werden hier bis an ihre Grenzen gefordert.

Internationales Musikfest Hamburg

Urbański dirigiert Holst: "Die Planeten"

10.05.2018 20:00 Uhr und weitere Termine
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