Sendedatum: 30.12.2015 08:35 Uhr  - NDR Info  | Archiv

Twitter will gegen Hetzbotschaften vorgehen

von Wolfgang Stuflesser
Das Foto das zeigt das alte Logo von Twitter.  Foto: Franziska Gabbert
Der Kurznachrichtendienst Twitter will gegen Hetzbotschaften vorgehen.

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat seine Richtlinien zum Umgang mit Hetzbotschaften und Drohungen überarbeitet. Die neuen Regeln konkretisieren unter anderem, dass die Firma keine Benutzerkonten mehr dulden will, die zum Hass auf Grund von Religion oder nationaler Herkunft aufrufen. Kritiker hatten Twitter vorgeworfen, beispielsweise der Terrormiliz Isis eine Plattform zu bieten. Das Wort "Hass" taucht in der früheren Version der Regeln gar nicht auf - jetzt gibt es eigenen Abschnitt zum Thema "Hass schürendes Verhalten".

Twitter stellt darin klar, die Nutzer dürften "keine Gewalt gegen andere Personen fördern, sie direkt angreifen oder ihnen drohen, wenn diese Äußerungen aufgrund von Abstammung, ethnischer Zugehörigkeit, nationaler Herkunft, sexueller Orientierung, Geschlecht, Geschlechtsidentität, religiöser Zugehörigkeit, Alter, Behinderung oder Krankheit" erfolgten.

Twitter reagiert auf Kritik

Twitter erlaubt auch keine Accounts, deren Hauptziel darin besteht, andere dazu anzustiften, Schaden zu verursachen. Damit reagiert Twitter auf die Kritik, der Dienst tue zu wenig, um die Aktivitäten der Terrormiliz IS einzuschränken.

Bislang hatten deren Vertreter und Sympathisanten, wenn Twitter einen ihrer Accounts gesperrt hat, einfach einen neuen eröffnet. Das verbietet Twitter nun ausdrücklich. Die Frage ist nur, wie konsequent Twitter die neuen Regeln umsetzt oder überhaupt umsetzen kann.

Der Dienst hat nach eigenen Angaben rund 320 Millionen Nutzer, die täglich mehr als 500 Millionen Tweets abschicken. Twitter selbst hat weniger als 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 30.12.2015 | 08:35 Uhr

Mehr Nachrichten

Polizisten auf der Großen Freiheit auf St. Pauli, nahe der Reeperbahn © TeleNewsNetwork Foto: TeleNewsNetwork

Corona-Ticker: Mehrere Hamburger Bars geschlossen

Wegen Corona-Verstößen müssen mehrere Hamburger Bars schließen. Außerdem: 82 neue Fälle in Niedersachsen, 15 in Schleswig-Holstein. Mehr News im Live-Ticker. mehr

Wolfgang Clement, ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit und ehemaliger Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen © dpa Foto: Rolf Vennenbernd

Trauer um Politiker: Wolfgang Clement ist tot

Der ehemalige SPD-Politiker, Bundeswirtschaftsminister und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement ist nach langer Krankheit gestorben. Er wurde 80 Jahre alt. Mehr bei tagesschau.de extern

Die Hamburger Feuerwehr löscht einen Brand im Stadtteil Billbrook.

Feuerwehr säubert Fluss nach Großbrand in Hamburg

Am Sonnabendmittag hat ein Brand am Billbrookdeich in Hamburg die Feuerwehr beschäftigt. Sie rückte mit etwa 120 Männern und Frauen aus, um die Flammen einzudämmen. Öl und Benzin liefen in die Bille. mehr

Eine Frau spielt bei einer Demonstration Geige.
2 Min

Kulturschaffende demonstrieren in Hannover

Etwa 250 Kulturschaffende haben auf dem Opernplatz in Hannover demonstriert. Aufgrund der Corona-Krise bangen viele von ihnen um ihre Existenz. Sie fordern mehr finanzielle Hilfe. 2 Min