Ein Schild in Zirchow fordert die Ortsumgehung © NDR

Zirchow: Anwohner demonstrieren erneut für Ortsumgehung

In Zirchow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) hat am Sonnabendvormittag wiederholt eine Bürgerinitiative für den Bau einer Ortsumgehung demonstriert. Die Planungen würden schon 15 Jahre dauern, sagte eine Sprecherin.

Wer Urlaub auf Usedom macht und von Süden her anreist, der fährt über die Bundesstraße 110 auf die Insel. Für viele Autofahrer eine schöne Tour mit Achterwasser, Wald und sanften Hügeln. Ein schöner Ausblick für die einen – für Anwohner ist der Verkehr allerdings ein Grauen. Vor allem in Zirchow. Rund 20 Einwohner haben ihre Autos deshalb mitten auf der Bundesstraße in Zirchow geparkt und das eine Stunde lang, sodass auf der B110 gar nichts mehr ging. Seit Anfang August demonstrieren die Zirchower jeden Sonnabend. Auch in den kommenden Wochen planen sie weitere Proteste. 

Darum fordert die Gemeinde eine Ortsumgehung

Die Bundesstraße ist dort sehr eng und so mancher Autofahrer hält sich nicht an die Geschwindigkeit. In Spitzenzeiten fahren täglich rund 7.000 Autos durch den Ort. Das macht es vor allem auch für Fußgänger so gefährlich. Die Gehwege in Zirchow sind teilweise nur 50 Zentimeter breit. Und wenn im kommenden Jahr auf polnischer Seite der Insel der Swinetunnel fertig ist, dann könnten in Zirchow noch mehr Autos rollen, auch LKW. Deshalb wollen die Einwohner so schnell wie möglich die Ortsumgehung.

Das ist der Stand der Planungen

Das Land prüft derzeit fünf verschiedene Strecken auf Wirtschaftlichkeit, Umweltauswirkungen und Verkehrswirksamkeit. Welche Variante Ende des Jahres dem Bundesverkehrsministerium vorgeschlagen wird, ist noch nicht absehbar, teilte das Verkehrsministerium mit. Sollte Berlin dann der vorgeschlagenen Variante zustimmen, geht es in die Entwurfsplanung. Auch ein Planfeststellungsverfahren ist erforderlich. Und das kann ein paar Jahre dauern.  

 

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