Polizeiauto © panthermedia Foto: huettenhoelscher

Weniger Verkehrsunfälle in Zeiten der Pandemie

Stand: 25.12.2020 09:55 Uhr

Die Corona-Pandemie hat viele Folgen. Nicht alle sind betrüblich - wenn man zum Beispiel das bisherige Unfallgeschehen im Jahr 2020 betrachtet.

Rückgang der Unfallzahlen

Auf den Straßen in Mecklenburg-Vorpommern hat es 2020 spürbar weniger Unfälle und auch weniger Verkehrstote gegeben als in den Jahren zuvor. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist mit einem Rückgang der Unfallzahlen um etwa 10 und bei den Verkehrstoten um knapp 20 Prozent zu rechnen. Das geht aus einer ersten Bilanz des Innenministeriums in Schwerin hervor.

Effekt der Corona-Einschränkungen

Diese Entwicklung sei insbesondere auch auf das durch die Corona-Pandemie bedingt geringere Verkehrsaufkommen zurückzuführen, sagte eine Sprecherin. Wegen der Kontaktbeschränkungen und Einreiseverbote waren im Frühjahr und Spätherbst deutlich weniger Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs.

70 starben 2020 bislang im Straßenverkehr

Rund 60.000 Unfälle sind 2019 laut Statistik des Innenministeriums registriert worden, etwa 4,5 Prozent mehr als noch 2018. Bis Weihnachten verunglückten laut Polizei 70 Verkehrsteilnehmer. Im Vorjahr hatten 88 Menschen bei Unfällen im Nordosten ihr Leben verloren. Die bislang geringste Zahl von Verkehrstoten in einem Jahr hatte es 2017 mit 79 gegeben, die höchste 1991 mit damals 624. Als häufigste Ursache für Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang gilt laut Polizei bis heute unangepasste Geschwindigkeit, gefolgt von zu geringem Abstand und Missachtung der Vorfahrt.

Autofahrer an Heiligabend gestorben

Als bislang letzten Verkehrstoten in diesem Jahr registrierten die Behörden erst an Heiligabend einen 47-Jährigen. Laut Polizei war das Auto des Mannes auf der Bundesstraße 321 südlich von Schwerin von einem anderen Fahrzeug gerammt worden, dessen Fahrer ersten Ermittlungen zufolge bei "Rot" über die Kreuzung gefahren war.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 25.12.2020 | 10:00 Uhr

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