Stand: 13.03.2020 06:13 Uhr

Videoüberwachung in Schwerin 91 Mal genutzt

Eine Straßenbahn der Nahverkehr Schwerin GmbH steht an einer Haltestelle am Marienplatz in der Innenstadt. © dpa Foto: Danny Gohlke
Die Schlägereien auf dem Marienplatz waren schon durch Polizeipräsenz eingedämmt worden.

Seit gut einem Jahr wird der Schweriner Marienplatz als erster öffentlicher Platz im Land mit acht Kameras durch die Polizei überwacht. Am Donnerstag hat die Behörde eine erste Bilanz gezogen.

Hälfte der Fälle strafrechtlich relevant

Von Dezember 2018 bis Januar 2020 ist die Videoüberwachung in 91 Fällen zum Einsatz gekommen, um "Sachverhalte aufzuklären", wie die Polizei es nennt. Knapp die Hälfte davon war strafrechtlich relevant, so Polizeidirektor Lutz Müller. Darunter waren Fälle von Raub, Diebstählen und Körperverletzungen. In einigen Fällen haben die Aufnahmen aber auch bewiesen, dass angezeigte Straftaten nicht stattgefunden haben.

Datenschutz durch Verschlüsselung nachgebessert

Nachdem der Landesdatenschutzbeauftragte die Kameraüberwachung des Platzes moniert hatte, war die Technik nachgebessert worden, sodass die Verschlüsselung bei der Übertragung per Funk gewährleistet ist. Grund für die Installation der Kameras waren wiederholte Schlägereien auf dem zentralen Platz in der Landeshauptstadt vor rund vier Jahren. Diese waren aber bereits deutlich zurückgegangen nachdem die Polizei dauerhaft mit Beamten auf dem Marienplatz präsent war.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.03.2020 | 06:30 Uhr

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