Tödlicher Unfall in Schwerin: Ursache überhöhte Geschwindigkeit

Stand: 16.01.2023 15:30 Uhr

Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Stadtgrenze von Schwerin ist am Sonntagmorgen ein 20-Jähriger ums Leben gekommen. Zwei Fahrzeuginsassen schweben weiter in Lebensgefahr. Unfallursache war ersten Erkenntnissen zufolge überhöhte Geschwindigkeit.

Am frühen Sonntagmorgen war das Auto auf regennasser Fahrbahn in einer Linkskurve aus Schwerin kommend gegen einen Baum geprallt. Ein 20-jähriger Autoinsasse starb noch an der Unfallstelle. Das Unfallauto war zu schnell unterwegs. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachter, so ein Polizeisprecher am Montag in Rostock. Ein Sachverständige der Dekra hatte das Autowrack und den Unfallort untersucht. Zu dem Unfall war es gegen 3 Uhr auf der L42 gekommen - zwischen Neumühle und Klein Rogahn.

Einige Verletzte wieder außer Lebensgefahr

In dem Auto saßen sechs junge Menschen deutscher, afghanischer und ukrainischer Nationalität. Ein 20-Jähriger starb an den Folgen des Aufpralls. Fünf weitere Fahrzeuginsassen wurden lebensgefährlich verletzt. Bei einigen von ihnen habe sich der Gesundheitszustand etwas stabilisiert, hieß es am Abend. Zwei Rettungshubschrauber, vier Notärzte und sechs Rettungswagen waren im Einsatz.

Identität des Toten war zunächst unklar

Mittlerweile konnte die Identität des Toten geklärt werden. Es handle sich um einen 20-jährigen Mann aus Schwerin, hieß es von der Polizei. Weil das Auto völlig zerstört wurde, war zunächst nicht klar, wer den Wagen gefahren hatte. Ermittlungen ergaben später, dass ein 24-jähriger Mann - der Autobesitzer - am Steuer saß.

Ermittler: Die meisten Insassen waren nicht angeschnallt

Entgegen ersten Angaben vom Sonntagmorgen handelt es sich laut Polizei bei den fünf lebensbedrohlich Verletzten um drei junge Frauen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren und zwei 24-jährige Männer. Bei dreien von ihnen habe sich der Gesundheitszustand stabilisiert, teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Zwei Insassen kämpfen nach Polizeiangaben immer noch um ihr Leben. Vier Personen hätten hinten gesessen und seien nicht angeschnallt gewesen.

Die Verletzten wurden teils mit Rettungshubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die L42 war über mehrere Stunden hinweg bis ungefähr 7 Uhr voll gesperrt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung.

 

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