Nach Großbrand in Rostock: Technischer Defekt ausgeschlossen

Stand: 07.09.2022 16:06 Uhr

In Rostock-Lichtenhagen hat am Dienstagabend eine Großbaustelle der Rostocker Wohnungsgesellschaft Wiro gebrannt. Der Brand, bei dem auch Gasflaschen explodierten, war gegen 23 Uhr gelöscht. Es wird weiter wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt.

Das Feuer war in einem von acht Wohnhäusern ausgebrochen, die derzeit auf dem Gelände an der Ecke Schleswiger Straße/Möllner Straße entstehen. Wie weit der Brand die Bauarbeiten nun zurückwirft, ist laut Wiro-Sprecher Carsten Klehn noch unklar. "Das kann ich jetzt noch nicht sagen", sagte er bei NDR MV Live. Insgesamt 318 Wohnungen sind in dem Wohnquartier geplant, 42 befinden sich in dem betroffenen Gebäude.

Hitze ließ Gasflaschen explodieren

Gegen 18.30 Uhr war das Feuer am Dienstagabend ausgebrochen. Kurz darauf war eine dunkle Rauchwolke über den Stadtteil hinaus zu sehen. Der Brand wütete vor allem im oberen Teil des sechsgeschossigen Rohbaus, unter anderem brannten Dachpappe und Heißklebemasse. Die große Hitze ließ Gasflaschen explodieren. Detonationen waren zu hören.

Technischer Defekt als Brandursache ausgeschlossen

Spezialisten der Kriminalpolizei sowie ein Brandsachverständiger haben den Brandort am Mittwoch untersucht. Ihren Erkenntnissen zufolge kann ein technischer Defekt als Ursache für das Feuer ausgeschlossen werden. Es sei stattdessen sehr wahrscheinlich, dass der Brand aufgrund von Dacharbeiten ausgebrochen ist. Es werde weiter wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt.

Schaden von mehr als 500.000 Euro

Kurz vor dem Brand war nach Angaben der Polizei noch auf dem Dach noch gearbeitet worden. Zur Brandzeit hätten sich auch noch Arbeiter auf dem Gelände befunden, jedoch nicht mehr im Dachbereich, wie es hieß. Die Feuerwehr rückte mit 18 Lösch- und Einsatzfahrzeugen an - darunter ein Rettungswagen.

Zuvor waren Dutzende Notrufe eingegangen. Mehrere Anwohner hatten sich bei NDR 1 Radio MV gemeldet und von lauten Explosionen berichtet. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Der Gesamtschaden wird auf mehr als 500.000 Euro geschätzt.

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 07.09.2022 | 14:30 Uhr

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