Sendedatum: 19.01.2014 08:05 Uhr  | Archiv

Mikado swingt und jazzt - mit der NDR Bigband!

Die Studiogäste Luis und Oskar von der Junior-Bigband des Albert Schweitzer Gymnasiums Hamburg (links und rechts außen), der Trompeter Ingolf Burkhardt von der NDR Bigband und Moderatorin Jessica Schlage im Mikado-Studio. © NDR Foto: Aline König
Die Studiogäste Luis und Oskar von der Junior-Big-Band des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Hamburg (links und rechts außen), der Trompeter Ingolf Burkhardt von der NDR Bigband und Moderatorin Jessica Schlage im Studio.

Jazz ist zwar schon 100 Jahre alt, macht aber immer noch richtig Spaß - auch Kindern. Das beweisen unsere Studiogäste, die in der Junior-Big-Band des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Hamburg spielen und Preisträger beim Wettbewerb "Jugend jazzt 2013" sind. Deshalb werden sie am 29. Januar auch beim Preisträger-Konzert mit der NDR Bigband im Hamburger Rolf-Liebermann auf der Bühne stehen und ein richtiges Konzert spielen - aufregend! Außerdem zu Gast bei Mikado: der Profi-Musiker Ingolf Burkhardt, der seit 24 Jahren Mitglied der NDR Bigband ist. Klar, dass die drei im Studio auch Musik gemacht haben! Hier könnt Ihr die gesamte Sendung noch einmal nachhören.

Das Spannende am Jazz ist, dass er ganz unterschiedlich klingen kann. Ursprünglich entstanden ist er vor etwas über hundert Jahren in den amerikanischen Südstaaten. Zu dieser Zeit war es dort noch üblich, dass Menschen aus Afrika als Sklaven arbeiten mussten. Mit den Menschen kam auch die afrikanische Art, Musik zu machen, nach Amerika. Und aus der Vermischung mit der Musik, die damals in in Amerika gerade beliebt war ist die neue Musikrichtung "Jazz" entstanden.

Jazz ist nie gleich Jazz

Bigband-Noten in Nahaufnahme. © NDR Foto: Ines Hielscher
Natürlich gibt es für Jazz-Stücke auch Noten - aber oft denkt man sich Melodien spontan aus.

Obwohl Jazz also ganz unterschiedlich sein kann, gibt es ein paar Sachen, die typisch für diese Musikrichtung sind. Zum Beispiel, dass Melodien "improvisiert" werden. Das heißt, dass die Melodie vorher nicht feststeht und auch nicht in Noten aufgeschrieben es. Stattdessen denken sich die Musiker die Töne spontan aus. Das passiert auch oft mitten in einem Song. Dann spielt der Rest der Band eine Zeit lang etwas leiser und mehr im Hintergrund und ein einzelner Musiker darf solange ganz allein im Vordergrund zu hören sein - das nennt man "Solo spielen". Warum das ganz schön aufregend sein kann und woher man die Ideen für Melodien nimmt, haben Oskar, Luis und Ingolf hier erklärt.

An die Trompeten - und los geht's!

Oskar und Luis, zwei Trompetenspieler der Junior-Big-Band des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Hamburg während der Probe. © NDR Foto: Ines Hielscher
Oskar und Luis ganz konzentriert bei den Proben mit der Junior-Big-Band ihrer Schule.

Auch ganz typisch für den Jazz ist es, wenn die Stücke im "Swing"-Rhythmus gespielt werden. Wie das klingt, haben Oskar, Luis und Ingolf im Studio an dem Kinderlied "Hänschen klein" gezeigt. Hören könnt Ihr es, wenn Ihr hier klickt. Etwas, das besonders oft zu hören ist, wenn Bigbands Jazz spielen ist das sogenannte Call-&-Response-Prinzip. Call ist englich für "Ruf" und Response heißt "Antwort. Wie es sich anhört, wenn Ingolf mit der Trompete ruft und und Luis und Oskar antworten, könnt Ihr hier hören.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Mikado | 19.01.2014 | 08:05 Uhr