Stand: 18.05.2020 10:35 Uhr

Drese: Wichtig, dass die Kita-Kinder zurückkehren

Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern Stefanie Drese (SPD). © Sozialministerium
Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) sieht das Problem, dass Kita-Kinder die Abstandsregeln nicht einhalten können.

Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat die Rückkehr der Vorschulkinder in die Kindertagesstätten begrüßt. Die fünf- und sechsjährigen Kinder kommen von heute an nach und nach in die Einrichtungen zurück. Sie sollen ihre Kindergartenzeit abschließen können und außerdem auf den Übergang in die Schule vorbereitet werden. Zu den Lockerungen der strengen Corona-Regeln sagte Drese auf NDR Info, dies komme sowohl den betroffenen Kindern als auch deren Eltern zugute.

Berufstätige Eltern werden entlastet

"Dass die Kinder wieder zurückkommen, ist wichtig für die allgemeine Chancen-Gerechtigkeit“, sagte Drese am Montag im Interview auf NDR Info. Gerade Fünf- und Sechsjährige aus sozial schwachen Familien würden davon profitieren. "Denn nur so können Erzieher beurteilen, wie nach wochenlanger Abwesenheit der aktuelle Entwicklungsstand der Kinder ist." Außerdem sei es für Kinder generell wichtig, wieder mehr auf andere Kinder zu treffen.

Auch Eltern würden profitieren, sich dann wieder stärker auf ihren Beruf konzentrieren zu können: Dies sei nach bis zu neun Wochen im Homeoffice oder in Kurzarbeit für die Betroffenen notwendig.

"Kinder können Abstandsregeln nicht einhalten"

Die Kindertagesstätten in Mecklenburg-Vorpommern haben entsprechende Schutz- und Hygiene-Pläne aufgestellt, um die Rückkehr der landesweit etwa 13.600 Vorschulkinder zu ermöglichen. Von ihnen könne nicht erwartet werden, dass sie die normalen Abstandsregeln - mindestens 1,50 Meter - einhalten, gerade beim Spielen. Die Sozialministerin setzt deshalb auf kleinere Gruppen von bis zu 15 Kindern und darauf, dass diese Gruppen sich im Tagesablauf nicht durchmischen.

Regelbetrieb soll später starten

Ab dem 25. Mai - so der Plan des Sozialministeriums - soll nach und nach wieder eine Art Regelbetrieb beginnen. Ab Anfang Juni soll die Betreuung der Krippen- und Kindergartenkinder von in Vollzeit Berufstätigen wieder aufgenommen werden. Dann sollen die Kinder mindestens sechs Stunden täglich betreut werden. "Das ist ein sportliches Ziel", gab Drese auf NDR Info zu bedenken - aber man arbeite eng mit einer Experten-Gruppe und den Jugendämtern zusammen, um es zu erreichen.

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NDR Info | Infoprogramm | 18.05.2020 | 07:20 Uhr

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