Stand: 12.08.2020 06:47 Uhr

Corona-Verluste bei öffentlichen Unternehmen höher als gedacht

Hamburgs öffentliche Unternehmen rechnen in diesem Jahr durch Corona mit noch höheren Verlusten als bislang gedacht. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) geht derzeit von rund 400 Millionen Euro zusätzlich aus - das sind 50 Millionen mehr als Anfang Juli kalkuliert.

Weniger Fahrgäste, weniger Einnahmen

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel spricht auf einer Landespressekonferenz im Kaisersaal im Rathaus. © dpa Foto: Daniel Reinhardt
Finanzsenator Andreas Dressel (SPD, Archivfoto) geht derzeit von 400 Millionen Euro Verlust bei den öffentlichen Unernehmen wegen Corona aus.

Vor allem die Hochbahn, die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein sowie die Messe und der Flughafen kommen die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Jahr teuer zu stehen. Bei den öffentlichen Verkehrsunternehmen muss die Stadt in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 140 Millionen Euro mehr zuschießen als vor der Corona-Pandemie geplant. Zwischenzeitlich hatte die Hochbahn nur noch ein Drittel der üblichen Fahrgäste.

Deutliches Minus beim UKE

Die Hamburg Messe musste alle Veranstaltungen absagen - und rechnet deshalb mit einem coronabedingten Verlust von 56 Millionen Euro. Deutlich auch das Minus beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Die Klinik musste auf dem Höhepunkt der Krise zahlreiche Betten freihalten. Die Entschädigung, die der Bund dafür zugesagt hat, reicht nach Angaben von Dressel bei weitem nicht aus, um die Verluste zu decken. Unter dem Strich muss sich das UKE durch Corona auf ein Minus von etwa 40 Millionen Euro einstellen.

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Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) spricht mit Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos). © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.08.2020 | 08:00 Uhr

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