Hamburg ruft nun auch alle Lehrkräfte zum Impfen auf

Stand: 27.04.2021 08:38 Uhr

Die Hamburger Sozialbehörde ruft jetzt weitere Gruppen auf, sich zur Corona-Impfung anzumelden. Ab sofort können Beschäftigte in der Jugendhilfe sowie all diejenigen, die in Schulen arbeiten, geimpft werden.

Damit sind nun die ersten Gruppen aus der dritten Priorität an der Reihe. Alle Lehrerinnen und Lehrer und auch alle übrigen Beschäftigten von Stadtteilschulen, Gymnasien und den berufsbildenden Schulen können sich einen Termin für die Corona-Impfung geben lassen. Zuvor waren nur Beschäftigte von Grund- und Sonderschulen impfberechtigt. Viele Lehrkräfte hatten daraufhin kritisiert, dass ihre Berufsgruppe unterschiedlich eingeordnet worden war. Die Bundesregierung aber war davon ausgegangen, dass jüngere Schülerinnen und Schüler Abstände schlechter einhalten können.

Impfen lassen können sich ab sofort auch Beschäftigte in der Jugendhilfe und in Kürze auch alle Mitarbeitenden von Polizei und Feuerwehr.

Obdachlose sollen schnell geimpft werden

Außerdem hat die Behörde am Montag obdachlose Menschen verlegen lassen, die sich im Winternotprogramm befinden. Obdachlose, die in Quarantäne sind, deren Kontaktpersonen und negativ Getestete wurden räumlich voneinander getrennt. Grund ist der Beginn der Impfungen obdachloser Menschen in Hamburg. Die ersten von rund 5.000 Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson sind eingetroffen. Dieser ist für Obdachlose reserviert, weil mit ihm nur eine Impfung notwendig ist.

Noch freie Impftermine

Für diese Woche sind noch viele Impftermine im Impfzentrum verfügbar, wie die Sozialbehörde NDR 90,3 mitteilte. Je nach weiteren Impfstofflieferung würden laufend auch neue Termine zur Buchung freigegeben. Richtig Fahrt aufnehmen soll die Impfkampagne dann spätestens ab der kommenden Woche. Im Mai soll das Impfzentrum in den Messehallen mit fast 270.000 Impfdosen beliefert werden.

Probleme gab es am Montagmorgen: Mitarbeitende der Hotline konnten wegen eines Systemfehlers keine Termine buchen. NDR 90,3-Hörende hatten sich darüber beschwert, dass sie bei der 116 117 abgewiesen worden seien. Dieser Fehler soll laut Sozialbehörde inzwischen behoben worden sein.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.04.2021 | 16:00 Uhr

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